Sie zahlen Ihrem Mitarbeiter 3.000 Euro brutto im Monat.
Dieser Mitarbeiter kostet Sie tatsächlich circa 3.750 Euro. Also rund 25 Prozent mehr als das Bruttogehalt. Und von diesen 3.000 Euro Brutto kommen beim Mitarbeiter netto nur etwa 1.900 Euro an.
Sie zahlen fast doppelt so viel wie Ihr Mitarbeiter am Ende erhält.
Was zahlt der Arbeitgeber an Lohnnebenkosten?
Sie zahlen als Arbeitgeber nicht nur das Bruttogehalt. Sie zahlen gesetzliche Sozialversicherungsbeiträge, Umlagen und Berufsgenossenschaftsbeiträge, die Sie allein tragen. Hier kommt alles zusammen.
Sozialversicherung
Die Sozialversicherungsbeiträge werden hälftig von Ihnen und Ihrem Arbeitnehmer getragen. Der Gesamtbeitragssatz beläuft sich für das Jahr 2026 auf 42,30 Prozent.
Ihre Anteile im Überblick:
| Versicherungszweig | Gesamtbeitrag | Ihr Anteil | Arbeitnehmer-Anteil |
|---|---|---|---|
| Krankenversicherung (allgemeiner Satz) | 14,60 Prozent | 7,30 Prozent | 7,30 Prozent |
| KV-Zusatzbeitrag (Durchschnitt 2026) | 2,90 Prozent | 1,45 Prozent | 1,45 Prozent |
| Pflegeversicherung | 3,60 Prozent | 1,80 Prozent | 1,80 Prozent |
| Pflegezuschlag Kinderlose | 0,60 Prozent | 0,00 Prozent | 0,60 Prozent |
| Rentenversicherung | 18,60 Prozent | 9,30 Prozent | 9,30 Prozent |
| Arbeitslosenversicherung | 2,60 Prozent | 1,30 Prozent | 1,30 Prozent |
| Ihr Gesamtanteil Sozialversicherung | – | circa 21,15 Prozent | – |
Sie zahlen also rund 21 Prozent des Bruttogehalts zusätzlich für Sozialversicherungen.
Die Beitragsbemessungsgrenzen für das Jahr 2026 betragen:
- Kranken- und Pflegeversicherung: 5.812,50 Euro pro Monat (69.750 Euro pro Jahr)
- Renten- und Arbeitslosenversicherung: 8.450 Euro pro Monat (101.400 Euro pro Jahr)
Oberhalb dieser Grenzen fallen keine weiteren Beiträge an, der Prozentsatz der Lohnnebenkosten sinkt damit bei Hochverdienern anteilig.
Umlagen U1, U2 und U3
Zusätzlich zu den Sozialversicherungsbeiträgen tragen Sie allein folgende Umlagen:
| Umlage | Zweck | Typischer Satz im Jahr 2026 |
|---|---|---|
| U1 – Entgeltfortzahlung Krankheit | Erstattung 50 bis 80 Prozent der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall an Arbeitgeber mit maximal 30 Mitarbeitern | 1,90 bis 4,00 Prozent je nach Krankenkasse und gewähltem Erstattungssatz |
| U2 – Mutterschaftsleistungen | Erstattung Mutterschaftsgeld und Mutterschutzlohn | 0,40 bis 0,49 Prozent je nach Krankenkasse |
| U3 – Insolvenzgeldumlage | Finanzierung Insolvenzgeld bei Unternehmensinsolvenz | 0,15 Prozent (seit 01.01.2025) |
Die Barmer-Referenzwerte für das Jahr 2026 (häufig genutzte Kasse):
- U1 (65 Prozent Erstattung, allgemeiner Satz): 2,50 Prozent
- U2 (100 Prozent Erstattung): 0,42 Prozent
- U3: 0,15 Prozent
- Summe Barmer 2026: 3,07 Prozent (bei gewähltem 65-Prozent-Erstattungssatz U1)
Wichtig: U1 gilt nur für Arbeitgeber mit nicht mehr als 30 Arbeitnehmern. Größere Unternehmen zahlen keine U1, aber U2 und U3 sind für alle Arbeitgeber verpflichtend.
Berufsgenossenschaft
Sie müssen Ihre Mitarbeiter bei der zuständigen Berufsgenossenschaft (Unfallversicherung) anmelden. Der Beitrag ist branchenabhängig und wird auf Basis der Lohnsumme berechnet:
| Branche | Typischer BG-Beitragssatz |
|---|---|
| Büro, Verwaltung, Dienstleistung | 0,5 bis 1,0 Prozent der Bruttolohnsumme |
| Handel, Logistik | 1,0 bis 2,0 Prozent |
| Handwerk, Produktion | 2,0 bis 4,0 Prozent |
| Bau | 4,0 bis 7,0 Prozent |
Für die folgenden Berechnungen gehe ich von einem Büro-/Dienstleistungsbetrieb mit circa 1,0 Prozent BG-Beitrag aus.
Urlaub, Krankheit und Feiertage kosten Sie weitere 25 Prozent ohne Arbeitsleistung
Neben den gesetzlich vorgeschriebenen Kosten entstehen Ihnen oft weitere indirekte Personalkosten, die nicht in der Lohnabrechnung erscheinen, aber reale Kosten darstellen:
| Kosten | Monatliche Schätzung | Anmerkung |
|---|---|---|
| Urlaub (30 Tage) | circa 13,8 Prozent des Monatsgehalts | Entgeltfortzahlung ohne Arbeitsleistung |
| Feiertage (9 bis 13 Tage bundesweit) | circa 3,7 bis 5,5 Prozent | Entgeltfortzahlung |
| Entgeltfortzahlung Krankheit (Durchschnitt 19,4 Tage pro Jahr) | circa 7,9 Prozent | (AU-Quote 2024: circa 5,3 Prozent) |
| Recruiting, Einarbeitung | je nach Position | einmalig 1 bis 3 Monatsgehälter |
| Arbeitsmittel, IT, Büro | variabel | circa 100 bis 500 Euro pro Monat |
| Weiterbildung | variabel | circa 500 bis 2.000 Euro pro Jahr |
Fallbeispiele: Wie teuer sind Angestellte?
Ich zeige Ihnen jetzt drei konkrete Beispiele mit 3.000 Euro, 3.500 Euro und 4.000 Euro Bruttogehalt.
Für alle Berechnungen gelten folgende Annahmen:
- GKV-Mitglied, Steuerklasse I (ledig, keine Kinder)
- Durchschnittlicher KV-Zusatzbeitrag: 2,90 Prozent (Durchschnitt 2026)
- Unternehmen mit maximal 30 Mitarbeitern (U1 anfällt), Barmer-Sätze
- BG-Satz: 1,0 Prozent (Büro/Dienstleistung)
- Sachsen außen vor (abweichende PV-Verteilung)
Was kostet ein Angestellter bei 3.000 Euro brutto?
Ein Mitarbeiter mit 3.000 Euro Bruttogehalt kostet Sie monatlich 3.756,60 Euro. Von diesen 3.000 Euro Brutto bleiben beim Mitarbeiter netto circa 1.912 Euro.
Was zahlt Ihr Mitarbeiter an Abzügen?
| Position | Satz | Betrag |
|---|---|---|
| KV (7,30 Prozent plus 1,45 Prozent Zusatz) | 8,75 Prozent | 262,50 Euro |
| PV (1,80 Prozent plus 0,60 Prozent Kinderlosen-Zuschlag) | 2,40 Prozent | 72,00 Euro |
| RV | 9,30 Prozent | 279,00 Euro |
| ALV | 1,30 Prozent | 39,00 Euro |
| Summe SV-Abzüge Arbeitnehmer | – | 652,50 Euro |
| Lohnsteuer (Steuerkl. I, circa) | – | circa 435,00 Euro |
| Solidaritätszuschlag (entfällt für die meisten) | – | 0,00 Euro |
| Netto (circa) | – | circa 1.912 Euro |
Von 3.000 Euro Brutto bleiben Ihrem Mitarbeiter netto circa 1.912 Euro.
Was kostet Sie dieser Mitarbeiter tatsächlich?
| Position | Satz | Betrag |
|---|---|---|
| Bruttogehalt | – | 3.000,00 Euro |
| Ihre SV-Beiträge | ||
| KV (7,30 Prozent plus 1,45 Prozent Zusatz) | 8,75 Prozent | 262,50 Euro |
| PV | 1,80 Prozent | 54,00 Euro |
| RV | 9,30 Prozent | 279,00 Euro |
| ALV | 1,30 Prozent | 39,00 Euro |
| Summe SV Arbeitgeber | – | 634,50 Euro |
| Ihre Umlagen | ||
| U1 (Barmer, 65 Prozent, 2,50 Prozent) | 2,50 Prozent | 75,00 Euro |
| U2 (Barmer, 0,42 Prozent) | 0,42 Prozent | 12,60 Euro |
| U3 Insolvenzgeldumlage (0,15 Prozent) | 0,15 Prozent | 4,50 Euro |
| Summe Umlagen | – | 92,10 Euro |
| Berufsgenossenschaft (1,0 Prozent) | 1,00 Prozent | 30,00 Euro |
| Ihre Gesamtkosten | – | 3.756,60 Euro |
| Aufschlag auf Brutto | – | plus 25,22 Prozent |
Sie zahlen 756,60 Euro mehr als das Bruttogehalt. Ihr Mitarbeiter erhält netto circa 1.912 Euro. Zwischen Ihren Gesamtkosten (3.756,60 Euro) und dem Netto Ihres Mitarbeiters (1.912 Euro) besteht eine Differenz von 1.844,60 Euro – das ist das, was Staat und Sozialversicherungen einbehalten.
Was kostet ein Angestellter bei 3.500 Euro brutto?
Ein Mitarbeiter mit 3.500 Euro Bruttogehalt kostet Sie monatlich 4.382,70 Euro. Von diesen 3.500 Euro Brutto bleiben beim Mitarbeiter netto circa 2.190 Euro.
Ihr Mitarbeiter zahlt folgende Abzüge:
| Position | Satz | Betrag |
|---|---|---|
| KV (8,75 Prozent) | 8,75 Prozent | 306,25 Euro |
| PV (2,40 Prozent inklusive Kinderlosen-Zuschlag) | 2,40 Prozent | 84,00 Euro |
| RV | 9,30 Prozent | 325,50 Euro |
| ALV | 1,30 Prozent | 45,50 Euro |
| Summe SV-Abzüge Arbeitnehmer | – | 761,25 Euro |
| Lohnsteuer (Steuerkl. I, circa) | – | circa 548,00 Euro |
| Netto (circa) | – | circa 2.190 Euro |
Ihre tatsächlichen Kosten:
| Position | Satz | Betrag |
|---|---|---|
| Bruttogehalt | – | 3.500,00 Euro |
| KV (8,75 Prozent) | 8,75 Prozent | 306,25 Euro |
| PV | 1,80 Prozent | 63,00 Euro |
| RV | 9,30 Prozent | 325,50 Euro |
| ALV | 1,30 Prozent | 45,50 Euro |
| Summe SV Arbeitgeber | – | 740,25 Euro |
| U1 (2,50 Prozent) | 2,50 Prozent | 87,50 Euro |
| U2 (0,42 Prozent) | 0,42 Prozent | 14,70 Euro |
| U3 (0,15 Prozent) | 0,15 Prozent | 5,25 Euro |
| Summe Umlagen | – | 107,45 Euro |
| BG (1,0 Prozent) | 1,00 Prozent | 35,00 Euro |
| Ihre Gesamtkosten | – | 4.382,70 Euro |
| Aufschlag auf Brutto | – | plus 25,22 Prozent |
Was kostet ein Angestellter bei 4.000 Euro brutto?
Ein Mitarbeiter mit 4.000 Euro Bruttogehalt kostet Sie monatlich 5.008,80 Euro. Von diesen 4.000 Euro Brutto bleiben beim Mitarbeiter netto circa 2.458 Euro.
Ihr Mitarbeiter zahlt folgende Abzüge:
| Position | Satz | Betrag |
|---|---|---|
| KV (8,75 Prozent) | 8,75 Prozent | 350,00 Euro |
| PV (2,40 Prozent) | 2,40 Prozent | 96,00 Euro |
| RV | 9,30 Prozent | 372,00 Euro |
| ALV | 1,30 Prozent | 52,00 Euro |
| Summe SV-Abzüge Arbeitnehmer | – | 870,00 Euro |
| Lohnsteuer (Steuerkl. I, circa) | – | circa 672,00 Euro |
| Netto (circa) | – | circa 2.458 Euro |
Ihre tatsächlichen Kosten:
| Position | Satz | Betrag |
|---|---|---|
| Bruttogehalt | – | 4.000,00 Euro |
| KV (8,75 Prozent) | 8,75 Prozent | 350,00 Euro |
| PV | 1,80 Prozent | 72,00 Euro |
| RV | 9,30 Prozent | 372,00 Euro |
| ALV | 1,30 Prozent | 52,00 Euro |
| Summe SV Arbeitgeber | – | 846,00 Euro |
| U1 (2,50 Prozent) | 2,50 Prozent | 100,00 Euro |
| U2 (0,42 Prozent) | 0,42 Prozent | 16,80 Euro |
| U3 (0,15 Prozent) | 0,15 Prozent | 6,00 Euro |
| Summe Umlagen | – | 122,80 Euro |
| BG (1,0 Prozent) | 1,00 Prozent | 40,00 Euro |
| Ihre Gesamtkosten | – | 5.008,80 Euro |
| Aufschlag auf Brutto | – | plus 25,22 Prozent |
Warum ist eine Gehaltserhöhung für den Arbeitgeber so ineffizient?
Stellen Sie sich mal folgende Situation vor: Sie zahlen einem Mitarbeiter 3.000 Euro brutto (Steuerklasse I) und möchten ihm eine Gehaltserhöhung um 100 Euro brutto pro Monat geben.
Was passiert jetzt?
| Was passiert | Betrag | |
|---|---|---|
| Sie zahlen zusätzlich | 100 Euro brutto plus circa 25 Prozent Lohnnebenkosten | circa 125 Euro pro Monat |
| Ihr Mitarbeiter erhält netto | Nach SV-Abzügen (circa 21 Prozent) und Lohnsteuer (circa 30 Prozent) | circa 49 bis 52 Euro pro Monat |
| Effizienz | Was ankommt pro gezahltem Euro | circa 40 Prozent |
Vom zusätzlichen Euro kommen beim Arbeitnehmer nur rund 40 bis 42 Cent an. Der Rest geht an Steuern und Sozialversicherungen verloren.
Das ist das zentrale Problem, das die Nettolohnoptimierung löst: Indem Sie steuer- und sozialversicherungsfreie Leistungen gewähren, kommt vom gleichen Aufwand nahezu 100 Cent pro Euro beim Mitarbeiter an.
Nettolohnoptimierung: Was ist das, wie funktioniert es?
Nettolohnoptimierung (auch: Entgeltoptimierung) bezeichnet die gezielte Nutzung steuerfreier oder pauschal besteuerter Gehaltsbausteine anstelle klassischer Bruttogehaltserhöhungen.
Das Ziel ist es, Ihrem Arbeitnehmer mehr Nettowert zu liefern und gleichzeitig Lohnnebenkosten zu sparen.
Das Prinzip ist einfach:
Statt: Bruttogehalt um X erhöhen → Abgaben auf beide Seiten Besser: Steuerfreie Sachleistung on top zum bisherigen Gehalt → 0 Euro Abgaben
Wichtig: Die Zusätzlichkeitsvoraussetzung muss immer erfüllt sein. Die meisten steuerfreien Benefits müssen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt werden. Eine nachträgliche Umwandlung bereits vereinbarter Gehaltsbestandteile ist nicht zulässig (§ 8 Absatz 4 EStG).
Steuerfreie Benefits: Von Sachbezug bis Jobticket ohne Sozialversicherung
Sie haben mehrere steuerfreie Optionen:
| Benefit | Gesetzliche Grundlage | Steuerfreier Betrag 2026 | Sie zahlen SV? | Arbeitnehmer zahlt SV? |
|---|---|---|---|---|
| Sachbezug (Gutschein, Sachleistung) | § 8 Absatz 2 Satz 11 EStG | 50 Euro pro Monat | nein | nein |
| bKV (als Sachbezug) | § 8 Absatz 2 Satz 11 EStG | bis 50 Euro pro Monat | nein | nein |
| Betriebliche Gesundheitsförderung (zertifizierte Kurse) | § 3 Nummer 34 EStG | 600 Euro pro Jahr | nein | nein |
| Essenszuschuss (Mahlzeiten) | § 8 Absatz 2 EStG i.V.m. SvEV | bis 7,67 Euro pro Arbeitstag (circa 153 Euro pro Monat bei 20 Arbeitstagen) | pauschal | nein |
| Jobticket / Deutschlandticket | § 3 Nummer 15 EStG | unbegrenzt steuerfrei | nein | nein |
| Kindergartenzuschuss | § 3 Nummer 33 EStG | unbegrenzt (für nicht schulpflichtige Kinder) | nein | nein |
| Internetzuschuss (Home Office) | § 40 Absatz 2 Satz 1 Nummer 5 EStG | 50 Euro pro Monat pauschal 25 Prozent LSt (Sie tragen) | nein | nein |
| Mobilitätsbudget / Jobrad | § 3 Nummer 37 EStG | nach Privatanteil 0,25 Prozent oder steuerfrei | variabel | variabel |
| bAV (Entgeltumwandlung) | § 3 Nummer 63 EStG | bis 4 Prozent BBG RV gleich 338 Euro pro Monat steuerfrei | nein bis 4 Prozent BBG | nein bis 4 Prozent BBG |
| Aufmerksamkeiten (Geburtstag etc.) | R 19.6 LStR | 60 Euro pro Anlass (Sachleistung) | nein | nein |
Betriebliche Krankenversicherung: 600 Euro Gesundheitsbudget kosten Sie 275 Euro statt 750 Euro bei Gehaltserhöhung
Die bKV ist eines der wirkungsvollsten Instrumente der Nettolohnoptimierung.
Sie erfüllt drei Ziele gleichzeitig:
- Steuer- und sozialabgabenfrei für Sie und Ihren Arbeitnehmer (im Sachbezugrahmen)
- Konkreter, spürbarer Nutzen für Ihren Mitarbeiter (Gesundheitsbudget 300 bis 1.500 Euro pro Jahr)
- Bis zu 80 Prozent günstiger als eine äquivalente Gehaltserhöhung
Allianz MeineGesundheit: Fünf Budgetstufen von 13,90 Euro bis 49,90 Euro monatlich
Die Allianz Private Krankenversicherung hat ab 01. April 2025 eine neue Generation von bKV-Budgettarifen eingeführt. Die Tarife lauten „MeineGesundheit“ und ersetzen das bisherige Budgetangebot vollständig.
Beitragsgarantie: Gleichbleibende Beiträge garantiert bis mindestens Ende 2026.
Ihre monatlichen Kosten als Arbeitgeber:
| Jahresbudget pro Mitarbeiter | Ihr Monatsbeitrag | Effektiver Wert für Arbeitnehmer pro Jahr | Leistungsrendite |
|---|---|---|---|
| 300 Euro | 13,90 Euro | 300 Euro Gesundheitsbudget | 1,80:1 |
| 600 Euro | 22,90 Euro | 600 Euro Gesundheitsbudget | 2,18:1 |
| 900 Euro | 32,90 Euro | 900 Euro Gesundheitsbudget | 2,28:1 |
| 1.200 Euro | 41,90 Euro | 1.200 Euro Gesundheitsbudget | 2,39:1 |
| 1.500 Euro | 49,90 Euro | 1.500 Euro Gesundheitsbudget | 2,50:1 |
Was ist im Tarif automatisch enthalten? Alle MeineGesundheit-Varianten beinhalten:
- 100 Prozent Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen (inklusive Reiseimpfungen)
- 100 Prozent Naturheilverfahren beim Arzt (Chirotherapie, Chiropraktik, Osteopathie)
- 100 Prozent Ambulante ärztliche Behandlungen
- 100 Prozent Heilpraktiker-Leistungen
- 100 Prozent Arznei-, Heil- und Hilfsmittel sowie Zuzahlungen nach Paragraph 61 SGB V
- 100 Prozent Zahnvorsorge (PZR, Bleaching) ohne Sublimit
- 100 Prozent Zahnbehandlung (Wurzelbehandlung etc.)
- 100 Prozent Zahnersatz, Inlays und Implantate
- Sehhilfen: 75 Prozent der Kosten für Brillen/Kontaktlinsen, 100 Prozent für OP-Sehschärfenkorrektur
- Budgetverdoppelung im Folgejahr bei Leistungsfreiheit im Vorjahr
- Innovationsgarantie: neue Behandlungsmethoden direkt mitversichert
- Keine Gesundheitsprüfung, keine Wartezeiten, auch laufende Behandlungen versichert
- Assistance-Services: Facharzt-Terminservice, 24/7 Hotline, Video-Sprechstunde, Pflege-Assistance, Telefonisches Coaching bei psychischen Belastungen
- Alle Gesundheitsservices gelten auch für Familienangehörige kostenlos
- Ab 5 versicherten Personen abschließbar
Sie können zusätzlich optionale Zahnbausteine „RundumZahn“ abschließen:
| Tarif | Zahnersatz | Zahnbehandlung | Zahnvorsorge |
|---|---|---|---|
| RundumZahn 70 | 70 Prozent außerhalb Budget | 100 Prozent | 100 Prozent |
| RundumZahn 90 | 90 Prozent außerhalb Budget | 100 Prozent | 100 Prozent |
| RundumZahn 100 | 100 Prozent außerhalb Budget | 100 Prozent | 100 Prozent |
Diese Bausteine können zusätzlich zu MeineGesundheit oder auch eigenständig abgeschlossen werden, sie laufen dann außerhalb des Gesundheitsbudgets.
Alle fünf Budgetstufen liegen unter 50 Euro und bleiben vollständig steuer- und sozialabgabenfrei
Da Sie den Gruppenvertrag direkt mit der Allianz abschließen (nicht Ihr Arbeitnehmer), handelt es sich um einen Sachbezug, nicht Barlohn:
| Budget-Stufe | Ihr Monatsbeitrag | Sachbezugsfreigrenze (50 Euro) | Behandlung |
|---|---|---|---|
| 300 Euro pro Jahr | 13,90 Euro pro Monat | unter 50 Euro | steuer- und SV-frei |
| 600 Euro pro Jahr | 22,90 Euro pro Monat | unter 50 Euro | steuer- und SV-frei |
| 900 Euro pro Jahr | 32,90 Euro pro Monat | unter 50 Euro | steuer- und SV-frei |
| 1.200 Euro pro Jahr | 41,90 Euro pro Monat | unter 50 Euro | steuer- und SV-frei |
| 1.500 Euro pro Jahr | 49,90 Euro pro Monat | unter 50 Euro | steuer- und SV-frei |
Alle fünf Budgetstufen liegen unter der monatlichen Sachbezugsfreigrenze von 50 Euro. Bei alleiniger Nutzung der bKV ist daher keine Steuer, kein Soli, keine Kirchensteuer und keine Sozialversicherung fällig.
Voraussetzungen:
- Sie schließen Gruppenvertrag direkt ab
- Beitrag wird zusätzlich zum Gehalt gezahlt (kein Gehaltsverzicht)
- Keine Kombination mit anderen Sachbezügen über 50 Euro pro Monat
- Korrekte Abrechnung als Sachbezug in der Lohnabrechnung
Vergleich: Gehaltserhöhung vs. bKV
Ich zeige Ihnen jetzt ein konkretes Zahlenbeispiel. Ausgangssituation: Mitarbeiter mit 3.000 Euro Brutto, Steuerklasse I. Sie möchten dem Mitarbeiter einen zusätzlichen jährlichen Wert von 600 Euro zukommen lassen.
Option A: Sie erhöhen das Gehalt um 50 Euro brutto pro Monat
| Position | Wert |
|---|---|
| Bruttoerhöhung | plus 50 Euro pro Monat |
| Ihre Mehrkosten (inklusive circa 25 Prozent Lohnnebenkosten) | plus circa 62,50 Euro pro Monat gleich 750 Euro pro Jahr |
| Ihr Mitarbeiter erhält netto (nach circa 40 Prozent Abzügen) | circa 30 Euro pro Monat netto gleich circa 360 Euro pro Jahr netto |
| Effizienz (Netto Arbeitnehmer / Kosten Arbeitgeber) | circa 48 Prozent |
Option B: Sie schließen Allianz bKV MeineGesundheit 600-Euro-Budget ab
| Position | Wert |
|---|---|
| Ihr Monatsbeitrag | 22,90 Euro pro Monat |
| Ihre Jahreskosten | 274,80 Euro pro Jahr |
| Wert für Ihren Mitarbeiter (nutzbares Gesundheitsbudget) | 600 Euro pro Jahr (2:1 Leistungsrendite) |
| Steuern/SV für Sie | 0 Euro |
| Steuern/SV für Ihren Mitarbeiter | 0 Euro |
| Effizienz (Wert Arbeitnehmer / Kosten Arbeitgeber) | circa 218 Prozent |
Der Direktvergleich:
| Kriterium | Gehaltserhöhung 50 Euro brutto | Allianz bKV 600-Euro-Budget |
|---|---|---|
| Ihre Jahreskosten | 750 Euro | 274,80 Euro |
| Wert für Arbeitnehmer pro Jahr | circa 360 Euro netto | 600 Euro Gesundheitsbudget |
| Ihre Ersparnis | – | 475,20 Euro pro Jahr |
| Arbeitnehmer erhält mehr | – | 240 Euro mehr Wert bei niedrigeren Kosten für Sie |
| Steuerpflicht Arbeitnehmer | Ja (Lohnsteuer plus SV) | Nein |
| SV-Pflicht Arbeitgeber | Ja | Nein |
Die bKV liefert Ihrem Arbeitnehmer 67 Prozent mehr Wert bei gleichzeitig 63 Prozent niedrigeren Kosten für Sie.
Bei 20 Mitarbeitern sparen Sie mit bKV 9.504 Euro pro Jahr gegenüber Gehaltserhöhungen
Sie haben 20 Mitarbeiter, je 3.000 Euro Brutto. Sie möchten allen einen Benefit von 600 Euro Jahreswert geben.
Option A: Gehaltserhöhung (je plus 50 Euro brutto pro Monat)
| Position | Pro Mitarbeiter | 20 Mitarbeiter |
|---|---|---|
| Ihre Mehrkosten pro Jahr | 750 Euro | 15.000 Euro |
| Arbeitnehmer erhält netto pro Jahr | circa 360 Euro | 7.200 Euro |
| Effizienz | 48 Prozent | 48 Prozent |
Option B: Allianz bKV 600-Euro-Budget (22,90 Euro pro Mitarbeiter pro Monat)
| Position | Pro Mitarbeiter | 20 Mitarbeiter |
|---|---|---|
| Ihre Jahreskosten | 274,80 Euro | 5.496 Euro |
| Arbeitnehmer erhält Gesundheitsbudget pro Jahr | 600 Euro | 12.000 Euro |
| Ihre Ersparnis versus Option A | 475,20 Euro pro Mitarbeiter | 9.504 Euro pro Jahr |
Mit der bKV statt einer Gehaltserhöhung sparen Sie bei 20 Mitarbeitern knapp 9.500 Euro pro Jahr bei gleichzeitig höherem Wert für die Belegschaft.
Maximale Nettolohnoptimierung: Alle steuerfreien Bausteine kombiniert
Sie können verschiedene steuerfreie Benefits kombinieren. Ein typisches monatliches Optimierungspaket kann so aussehen (alle Werte 2026):
| Baustein | Monatlicher Wert Arbeitnehmer | Ihre Kosten pro Monat | Rechtsgrundlage |
|---|---|---|---|
| bKV Allianz 600-Euro-Budget | circa 50 Euro (Sie zahlen 22,90 Euro) | 22,90 Euro | Paragraph 8 Absatz 2 Satz 11 EStG |
| Sachbezugskarte (verbleibend) | 27,10 Euro | 27,10 Euro | Paragraph 8 Absatz 2 Satz 11 EStG |
| Essenszuschuss (20 Arbeitstage mal 7,67 Euro) | 153,40 Euro | circa 25 Euro (Ihr Anteil pauschal) | Paragraph 8 Absatz 2 EStG / SvEV |
| Jobticket / 49-Euro-Ticket | 58,00 Euro | 58,00 Euro | Paragraph 3 Nummer 15 EStG |
| BGF-Kurs (600 Euro pro Jahr gleich 50 Euro pro Monat) | 50,00 Euro | 50,00 Euro | Paragraph 3 Nummer 34 EStG |
| Gesamt monatlich | 338,50 Euro | circa 183 Euro | – |
Der Vergleich zu einer Gehaltserhöhung um 338,50 Euro brutto:
- Ihre Kosten bei Gehaltserhöhung: circa 423 Euro pro Monat
- Nettomehrwert für Ihren Mitarbeiter bei Gehaltserhöhung: circa 202 Euro
- Mit obigem Paket: Sie zahlen 183 Euro für 338,50 Euro Wert für Ihren Mitarbeiter
Fazit: Sie zahlen fast doppelt so viel wie Ihr Mitarbeiter netto erhält
Ein Mitarbeiter mit 3.000 Euro Brutto kostet Sie circa 3.750 Euro im Monat. Also rund 25 Prozent mehr als das Bruttogehalt. Gleichzeitig kommen von diesen 3.000 Euro beim Mitarbeiter netto nur etwa 1.900 Euro an. Für jeden Euro Nettolohn zahlen Sie knapp 2 Euro Gesamtkosten.
Diese Punkte sollten Sie im Kopf behalten:
- Lohnnebenkosten betragen circa 25 Prozent des Bruttogehalts (Sozialversicherung plus Umlagen plus Berufsgenossenschaft)
- Gehaltserhöhungen sind ineffizient: Von 100 Euro Mehrkosten für Sie kommen beim Mitarbeiter nur 40 Euro netto an
- Nettolohnoptimierung funktioniert: Steuerfreie Benefits liefern 100 Prozent Wert bei 0 Prozent Abgaben
- bKV ist das beste Instrument: 600 Euro Gesundheitsbudget kosten Sie 275 Euro pro Jahr, eine äquivalente Gehaltserhöhung würde 750 Euro kosten
- Bei 20 Mitarbeitern sparen Sie mit bKV circa 9.500 Euro pro Jahr gegenüber Gehaltserhöhungen
- Sie können mehrere steuerfreie Benefits kombinieren: bKV plus Sachbezug plus Essenszuschuss plus Jobticket plus BGF-Kurse
- Wichtig: Alle Benefits müssen zusätzlich zum Gehalt gezahlt werden, Gehaltsumwandlung ist nicht zulässig
Sie zahlen fast doppelt so viel wie Ihr Mitarbeiter erhält. Nettolohnoptimierung dreht diese Gleichung um: Sie zahlen weniger, Ihr Mitarbeiter erhält mehr. Aber nur, wenn Sie die steuerlichen Spielregeln kennen und nutzen.