Der Rettungsdienst rettet Leben – aber wer rettet den Rettungsdienst? Die durchschnittliche Verweildauer im Beruf liegt bei nur sieben Jahren.
Über die Hälfte der angehenden Notfallsanitäter plant, maximal zehn Jahre im Beruf zu bleiben. 44% der Rettungskräfte arbeiten nach eigener Einschätzung am persönlichen Limit. Die Einsatzzahlen steigen jährlich um 5%, während gleichzeitig immer mehr Fachkräfte den Beruf verlassen – überwiegend in andere Branchen.
Der Rettungsdienst befindet sich in einem Teufelskreis aus steigender Belastung, hoher Fluktuation und wachsendem Personalmangel.
Das Wichtigste in Kürze:
- Die durchschnittliche Verweildauer im Rettungsdienst beträgt nur etwa 7 Jahre – die Personalfluktuation liegt je nach Quelle bei 10 bis 20%
- Über die Hälfte (56,46%) der angehenden Notfallsanitäter plant, maximal 10 Jahre im Beruf zu bleiben – bei der ersten Befragung 2019/2020 waren es noch 48,2%
- Die Beschäftigtenzahl wuchs von 2012 bis 2024 um 71% auf 88.679 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, dennoch bleiben die Rettungsberufe Engpassberufe
- Hauptgründe für den Berufsausstieg sind zu viele Bagatelleinsätze (30,16% „sehr wahrscheinlich“), zu niedriges Gehalt (22,61%), fehlende Aufstiegsmöglichkeiten (19,59%) und hohe physische und psychische Belastungen
Wie hoch ist die Fluktuation im Rettungsdienst?
Die durchschnittliche Verweildauer im Rettungsdienst beträgt laut Björn Steiger Stiftung und Deutschlandfunk nur circa 7 Jahre – ein Wert weit unter dem Durchschnitt aller Branchen. Die Personalfluktuation liegt je nach Quelle bei 10 bis 20%, was einer durchschnittlichen Beschäftigungsdauer von 5 bis 10 Jahren entspricht.
Die Fluktuation führt überwiegend in andere Branchen, nicht in vergleichbare Rettungsdienstberufe.
Erwartete Verweildauer sinkt dramatisch
Die Deutsche Gesellschaft für Rettungswissenschaften (DGRe) führte zwei umfassende Berufstreuestudien durch – eine 2019/2020 (BTS1) und eine 2022/2023 (BTS2). Der Vergleich zeigt eine dramatische Verschlechterung:
| BTS1 (2019/20) | BTS2 (2022/23) | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Gar nicht | 2,7% | 3,87% | +1,17 PP |
| Bis zu 5 Jahren | 22,5% | 27,18% | +4,68 PP |
| Bis zu 10 Jahren | 23,0% | 25,41% | +2,41 PP |
| Bis zu 20 Jahren | 24,3% | 23,05% | -1,25 PP |
| Bis zum Ruhestand | 27,4% | 20,49% | -6,91 PP |
Der Anteil derer, die nur maximal 5 Jahre bleiben wollen, stieg um fast 5 Prozentpunkte. Der Anteil „bis zum Ruhestand“ sank um fast 7 Prozentpunkte. Über die Hälfte (56,46%) plant maximal 10 Jahre zu bleiben.
Hauptgründe für den Berufsausstieg
Die zweite Berufstreuestudie identifiziert die fünf wichtigsten Verlassgründe:
| Rang | Verlassgrund | „Sehr wahrscheinlich“ | n | Mittelwert |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Zu viele Bagatelleinsätze | 30,16% | 484 | 4,39 |
| 2 | Zu wenig Gehalt | 22,61% | 364 | 4,43 |
| 3 | Zu geringe Aufstiegsmöglichkeiten | 19,59% | 314 | 4,06 |
| 4 | Geringe Gesundheitskompetenz der Patienten | 16,09% | 251 | 3,73 |
| 5 | Fehlende Freigaben durch ÄLRD | 15,76% | 248 | 3,84 |
Auffällig: Bagatelleinsätze sind zum Hauptproblem geworden. In der ersten Studie 2019/2020 stand noch rechtliche Handlungsunsicherheit an erster Stelle. Die Einführung des § 2a NotSanG im Jahr 2021 hat dieses Problem entschärft – dafür treten neue Belastungsfaktoren in den Vordergrund.
Vergleich der Verlassgründe zwischen beiden Studien
Der Wandel der Problemfelder zeigt sich deutlich im Vergleich:
| BTS1 (2019/20) – Top 5 | BTS2 (2022/23) – Top 5 |
|---|---|
| 1. Rechtsunsicherheit (MW 4,09) | 1. Zu viele Bagatelleinsätze (MW 4,39) |
| 2. Zu wenig Gehalt (MW 4,12) | 2. Zu wenig Gehalt (MW 4,43) |
| 3. Aufstiegsmöglichkeiten (MW 3,92) | 3. Aufstiegsmöglichkeiten (MW 4,06) |
| 4. Betriebsklima (MW 3,71) | 4. Geringe Gesundheitskompetenz Patienten |
| 5. Weiterbildung (MW 3,69) | 5. Fehlende Freigaben durch ÄLRD |
Die Rechtsunsicherheit fiel von Platz 1 auf Rang 9. Dafür dominierten 2022/2023 neue Themen: Bagatelleinsätze, mangelnde Gesundheitskompetenz der Bevölkerung und fehlende ärztliche Freigaben für Maßnahmen.
Einflussfaktoren auf die Verweildauer
Die erste Berufstreuestudie analysierte systematisch, welche Faktoren die erwartete Verweildauer beeinflussen:
| Faktor | Effekt auf Verweildauer |
|---|---|
| Höheres Alter | Positiv (+0,3–0,5 Jahre pro Lebensjahr) |
| Abitur | Negativ (-6 bis -9 Jahre vs. Realschulabschluss) |
| Ehrenamt (Hilfsorg./Feuerwehr) | Positiv (+1,5–2,5 Jahre) |
| Höheres Ausbildungsjahr | Negativ (-2 bis -3 Jahre pro Ausbildungsjahr) |
| Berufsfeuerwehr | Positiv (+2,7–3,9 Jahre; Verbeamtungsperspektive) |
| Ausbildungszufriedenheit | Positiv (+1,9–2,6 Jahre pro Skalenstufe) |
| Großstadt | Negativ (-1,9 bis -3 Jahre) |
Besonders aussagekräftig: Auszubildende mit Abitur planen 6 bis 9 Jahre kürzere Verweildauern als solche mit Realschulabschluss. Die Ausbildung zum Notfallsanitäter dient für viele als Sprungbrett in andere Berufe, insbesondere ins Medizinstudium.
Wie viele Beschäftigte gibt es im Rettungsdienst in Deutschland?
Zum 30. Juni 2024 arbeiteten 88.679 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Rettungsdienst. Diese Zahl umfasst Notfallsanitäter, Rettungsassistenten, Rettungssanitäter und weitere im Rettungsdienst tätige Personen.
Entwicklung der Beschäftigtenzahl
Die Beschäftigtenzahl im Rettungsdienst ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen:
| Jahr | Beschäftigte gesamt | davon Vollzeit | davon Teilzeit/geringfügig |
|---|---|---|---|
| 2011 | ~50.000 | ~36.000 | ~14.000 |
| 2012 | ~50.000 | 36.000 | 14.000 |
| 2021 | ~85.000 | – | – |
| 2022 | ~86.000 | ~54.000 | ~32.000 |
| 30.06.2024 | 88.679 | – | – |
Wachstum der Beschäftigtenzahl
- Personalzuwachs 2012–2022: +71% (+36.000 Personen)
- Zum Vergleich: Gesundheitswesen insgesamt im gleichen Zeitraum nur +19%
- Vollzeitbeschäftigte: +49% (2012–2022)
- Teilzeit-/geringfügig Beschäftigte: +129% (2012–2022)
Trotz dieses massiven Wachstums reicht die Personalaufstockung nicht aus. Die Einsatzzahlen steigen jährlich um etwa 5%, während die Beschäftigtenzahl langsamer wächst. Die Bundesagentur für Arbeit stuft Rettungsberufe weiterhin als Engpassberufe ein.
Geschlechterverteilung im Rettungsdienst
Der Frauenanteil im Rettungsdienst steigt kontinuierlich, bleibt aber auf niedrigem Niveau:
| Jahr | Männeranteil | Frauenanteil |
|---|---|---|
| 2012 | 73% | 27% |
| 2022 | 66% | 34% |
Bei den Auszubildenden liegt der Frauenanteil mittlerweile bei 41,5% (BTS2, 2022/2023), was auf eine weitere Angleichung in den kommenden Jahren hindeutet.
Genug Bewerber, aber hohe Abwanderung im Rettungsdienst
Ausbildungsplätze lassen sich deutlich leichter besetzen als Fachkraftstellen. 20% der Auszubildenden wollen unmittelbar nach der Ausbildung nicht mehr im originären Rettungsdienst arbeiten. Die Attraktivität der Ausbildung und die des Berufsalltags unterscheiden sich erheblich.
Die Zahl der Auszubildenden zur Notfallsanitäterin/zum Notfallsanitäter im ersten Ausbildungsjahr stieg im Schuljahr 2023/2024 gegenüber dem Vorjahr um 31,8%. Dennoch führt die hohe Fluktuation etablierter Fachkräfte zu einem anhaltenden Personalmangel.
Wie ist die Vergütung im Rettungsdienst?
Die Vergütung im Rettungsdienst erfolgt bei kommunalen und öffentlichen Arbeitgebern nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD). Notfallsanitäter werden in die Entgeltgruppe P8 eingruppiert, die der Entgeltgruppe N entspricht.
Notfallsanitäter: Gehaltsentwicklung nach TVöD
Die Gehaltsentwicklung für Notfallsanitäter verläuft in sechs Stufen:
| Stufe | Voraussetzung | Monatsbrutto (2025/2026) |
|---|---|---|
| Stufe 2 | Berufseinstieg | 3.600 € |
| Stufe 3 | Nach 3 Jahren in Stufe 2 | 3.758 € |
| Stufe 4 | Nach 3 Jahren in Stufe 3 | 3.965 € |
| Stufe 5 | Nach 4 Jahren in Stufe 4 | 4.132 € |
| Stufe 6 | Nach 5 Jahren in Stufe 5 | 4.367 € |
Ein Notfallsanitäter erreicht die Endstufe nach 15 Dienstjahren. Das maximale Gehalt von 4.367 Euro brutto entspricht einem Jahresbruttogehalt von circa 52.400 Euro.
Weitere Eingruppierungen im Rettungsdienst
Die Eingruppierung richtet sich nach Qualifikation und Funktion:
| Berufsgruppe | TVöD-Entgeltgruppe | Monatsbrutto (Spanne) |
|---|---|---|
| Rettungssanitäter | P5 + Zulage (2,3%) | 2.930–3.530 € |
| Rettungsassistent | P6 | 3.101–3.904 € |
| Notfallsanitäter | P8 (= EG N) | 3.600–4.367 € |
| Ständiger Vertreter Leiter Rettungswache | EG 9a | ~3.800–4.400 € |
| Leiter Rettungswache | EG 9b | ~3.900–4.600 € |
| Leiter Rettungswache (20+ Beschäftigte) | EG 9c | ~4.000–4.800 € |
| Leiter Rettungswache (40+ Beschäftigte) | EG 10 | ~4.300–5.100 € |
Ausbildungsvergütung von Notfallsanitätern
Die Ausbildungsvergütung richtet sich nach TVAöD-Pflege 2025:
| Ausbildungsjahr | Monatsbrutto |
|---|---|
| 1. Jahr | 1.415,69 € |
| 2. Jahr | 1.477,07 € |
| 3. Jahr | 1.578,38 € |
Wie groß sind dir regionalen Gehaltsunterschiede im Rettungsdienst?
Die Gehälter im Rettungsdienst variieren erheblich zwischen den Bundesländern. Medianlöhne 2022 nach Bundesland:
| Bundesland | Median brutto/Monat |
|---|---|
| Schleswig-Holstein | 3.837 € |
| Saarland | 3.822 € |
| Hamburg | 2.701 € |
| Berlin | 2.379 € |
Die Gehaltsdifferenz zwischen Schleswig-Holstein und Berlin beträgt über 1.450 Euro brutto monatlich. Diese extremen regionalen Unterschiede verstärken die Fluktuation, da Rettungskräfte in besser bezahlende Bundesländer abwandern.
Beschäftigungsbedingungen und Belastungsfaktoren
Die Arbeitsbedingungen im Rettungsdienst sind durch vielfältige Belastungsfaktoren geprägt, die die hohe Fluktuation maßgeblich erklären.
Die SOFI-Studie 2022 identifiziert folgende Hauptbelastungen:
| Belastungskategorie | Details |
|---|---|
| Schichtdienst | Nacht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit; schlechte Vereinbarkeit mit Familie; Schlafstörungen |
| Einsatzbelastung | Existentielle Erfahrungen (Tod, Leid); 5% Einsatzwachstum pro Jahr |
| Bagatelleinsätze | Zunehmend Einsätze ohne medizinische Notwendigkeit; Nr. 1 Verlassgrund |
| Gewalt gegen Rettungskräfte | 94,3% verbale/nonverbale Gewalt innerhalb eines Jahres; 25,7% körperliche Gewalt |
| Überstunden | Anhäufung von Überstunden; spontanes „Einspringen“ für kranke Kollegen |
| Gesundheitszustand | Signifikant schlechter als in der allgemeinen Bevölkerung |
| Wenige Aufstiegsmöglichkeiten | Funktionsaufgaben ohne höhere Eingruppierung; echte Aufstiegspositionen sehr begrenzt |
Gewalt gegen Rettungskräfte
Eine Studie von Feltes/Weigert 2018 zeigt das erschreckende Ausmaß: 94,3% der Rettungskräfte erlebten innerhalb eines Jahres verbale oder nonverbale Gewalt. 25,7% erlebten körperliche Gewalt. Diese Belastung kommt zu den ohnehin hohen physischen und psychischen Anforderungen des Berufs hinzu.
Bagatelleinsätze als wachsendes Problem
Bagatelleinsätze sind zum Hauptproblem geworden. 30,16% der Befragten in der BTS2 gaben an, dass zu viele Bagatelleinsätze ein „sehr wahrscheinlicher“ Grund für einen Berufsausstieg sind. Die geringe Gesundheitskompetenz der Patienten verschärft dieses Problem zusätzlich.
Zwei Drittel der Rettungskräfte arbeiten gerne im Rettungsdienst, aber fast die Hälfte ist am persönlichen Limit. Zwei Drittel befürchten eine Zunahme der Personalfluktuation. Der systemische Zusammenhang ist klar: Steigende Einsatzzahlen führen zu höherer Belastung, höhere Belastung zu mehr Fluktuation, mehr Fluktuation zu Personalmangel, Personalmangel zu noch höherer Belastung für die Verbleibenden.
Zufriedenheit mit den Lernorten während der Ausbildung
| Lernort | Mittelwert (1–6 Skala) |
|---|---|
| Rettungswache | 4,66 |
| Berufsfachschule | 3,97 |
| Krankenhaus | 3,45 |
Die geringe Zufriedenheit mit dem Lernort Krankenhaus ist problematisch, da dort wesentliche medizinische Kompetenzen erworben werden. Die schlechte Bewertung deutet auf strukturelle Probleme in der praktischen Ausbildung hin.
Wie hoch ist der Krankenstand im Rettungsdienst?
Spezifische Krankenstandsdaten für den Rettungsdienst werden nicht gesondert erfasst. Allerdings zeigen verfügbare Studien und allgemeine Gesundheitsdaten aus dem Gesundheitswesen, dass die Belastung im Rettungsdienst überdurchschnittlich hoch ist.
Die Krankenstandsdaten für 2024 zeigen einen hohen Krankenstand über alle Branchen:
| Wert | Quelle | |
|---|---|---|
| BKK-Durchschnitt 2024 | 22,3 Fehltage/Beschäftigten | BKK Dachverband |
| Krankenstandsquote 2024 | 6,1% | BKK Dachverband |
| AU-Fälle pro 100 AOK-Mitglieder 2024 | 228 (Rekord) | AOK |
| Psychische Erkrankungen: durchschnittliche Falldauer | 28,5 Tage | AOK |
| Muskel-Skelett: Anteil an Fehltagen | 20,3% | BKK |
| Psychische Erkrankungen: Anteil an Fehltagen | 17,4% | BKK |
Für den Rettungsdienst liegen keine gesonderten Krankenstandsdaten vor. Allerdings deuten mehrere Faktoren auf einen überdurchschnittlich hohen Krankenstand hin:
- Gesundheitszustand signifikant schlechter: Der Gesundheitszustand von Rettungsdienstmitarbeitenden ist signifikant schlechter als in der allgemeinen Bevölkerung. Dies betrifft sowohl physische als auch psychische Gesundheit.
- Hoher Krankenstand als Hauptgrund für Personalmangel: Laut DBRD (2017) ist ein hoher Krankenstand einer der Hauptgründe für den Personalmangel. Kranke Kollegen führen zu mehr Überstunden und spontanem Einspringen für andere, was wiederum die Belastung erhöht und weitere Krankmeldungen nach sich zieht.
- Teufelskreis: Hohe Belastung führt zu Krankheit, Krankheit führt zu Personalausfall, Personalausfall führt zu noch höherer Belastung für die Verbleibenden. Dieser Kreislauf verstärkt sich selbst.
Körperliche und psychische Belastungen als Ausstiegsgrund
30,4% der Befragten in der ersten Berufstreuestudie gaben körperliche Belastung als wahrscheinlichen oder sehr wahrscheinlichen Ausstiegsgrund an. Frauen nennen körperliche Belastungen häufiger als Männer. Die Unvereinbarkeit von Familie und Beruf wird von 26,9% als Ausstiegsgrund genannt.
Die physischen Anforderungen des Berufs – schweres Heben, Tragen von Patienten, unergonomische Arbeitspositionen in engen Rettungswagen – führen zu Muskel-Skelett-Erkrankungen.
Die psychischen Belastungen durch existentielle Erfahrungen, Tod, Leid, Gewalt und Schichtdienst führen zu psychischen Erkrankungen.
Fazit: „Die Fluktuation im Rettungsdienst ist dramatisch hoch.“
Nur 7 Jahre durchschnittliche Verweildauer, über die Hälfte der Auszubildenden plant maximal 10 Jahre zu bleiben, 44% arbeiten am persönlichen Limit. Die Hauptgründe sind zu viele Bagatelleinsätze, zu niedriges Gehalt, fehlende Aufstiegsmöglichkeiten und hohe physische wie psychische Belastungen.
Trotz eines Beschäftigtenwachstums von 71% in zehn Jahren reicht das Personal nicht aus. Die Einsatzzahlen steigen schneller als die Zahl der Rettungskräfte. Der Teufelskreis aus steigender Belastung, hoher Fluktuation und wachsendem Personalmangel verschärft sich.
Der Rettungsdienst braucht strukturelle Veränderungen: bessere Bezahlung, echte Aufstiegsmöglichkeiten, Reduzierung von Bagatelleinsätzen, Schutz vor Gewalt, bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ohne diese Maßnahmen wird die Fluktuation weiter steigen und die Notfallversorgung gefährdet sein.
Ich berate seit über 12 Jahren Unternehmen zur betrieblichen Krankenversicherung als strategisches Bindungsinstrument. Auch für Rettungsdienstorganisationen kann die bKV ein Baustein sein, um Mitarbeiter zu halten und ihre Gesundheit zu fördern.
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