Die Landeskrankenhilfe ist kein Name, der in jedem bKV-Gespräch sofort fällt. Wenn ich mit Geschäftsführern oder HR-Verantwortlichen über betriebliche Krankenversicherung spreche, kommen zuerst die großen Namen: Allianz, Hallesche, HanseMerkur. Aber genau deshalb lohnt es sich, einen Anbieter wie die LKH genauer anzuschauen. Manchmal verbergen sich hinter den weniger bekannten Namen Produkte, die im direkten Vergleich sehr gut mithalten können.
Die Landeskrankenhilfe V.V.a.G. (LKH) bietet ihre betriebliche Krankenversicherung ausschließlich unter der Produktfamilie LKH-TeamUpgrade an. Drei Tarife, fünf Budgetstufen, ein klares Konzept. Ob das für Ihr Unternehmen passt, hängt von ein paar konkreten Fragen ab, die wir in diesem Artikel beantworten.
Das Wichtigste vorab
- LKH bietet ausschließlich Budgettarife an, keine Bausteintarife
- Einstieg ab 5 versicherten Mitarbeitenden, ohne Gesundheitsprüfung und ohne Wartezeiten
- Bereits angeratene oder laufende Behandlungen sind ab Vertragsbeginn versichert
- LKH TeamUpgrade Complete erhielt 2025 von ASCORE die Auszeichnung “Tarif des Jahres” aus einem Feld von 300 bewerteten bKV-Tarifen
- Für den Complete-Tarif gilt eine Beitragsgarantie bis Januar 2028
Welche bKV-Tarife können Unternehmen bei der Landeskrankenhilfe (LKH) wählen?
Die LKH hat sich bewusst für ein schlankes Portfolio entschieden. Während Wettbewerber wie AXA 19 Tarife und Continentale 8 Tarife anbieten, die jeweils Budget- und Bausteinvarianten kombinieren, setzt die LKH auf drei klar unterschiedene Budgettarife. Das ist keine Schwäche, sondern eine Positionierungsentscheidung.
Budgettarife funktionieren anders als klassische Bausteine: Statt fester Erstattungssätze für einzelne Leistungsbereiche bekommen Ihre Mitarbeitenden ein Jahresbudget, das sie flexibel für ihre persönlichen Gesundheitsausgaben einsetzen können. Wer viel beim Zahnarzt ausgibt, setzt das Budget dort ein. Wer eher Sehhilfen braucht, nutzt es dafür. Studien zeigen, dass Budgettarife tendenziell höhere Nutzungsquoten erzielen als klassische Bausteintarife, weil Mitarbeitende das Budget auf ihren tatsächlichen Bedarf zuschneiden können. Aus dieser Perspektive ist die reine Fokussierung der LKH auf Budgettarife ein marktgerechter Ansatz.
Die drei Tarife im Überblick:
| Merkmal | TeamUpgrade Complete | TeamUpgrade Smile | TeamUpgrade Fit |
|---|---|---|---|
| Positionierung | Umfassendste Absicherung, LKH-Empfehlung | Fokus Zahngesundheit | Fokus Vorsorge, Prävention, Impfungen |
| Wartezeit | Keine | Keine | Keine |
| Zahnbehandlung und Zahnersatz | Ja, inkl. Implantate, Inlays, Kronen | Ja, inkl. Implantate, Veneers bis Zahn 8 | Nein |
| Kieferorthopädie bei Unfall | Nicht explizit gelistet | Ja | Nein |
| Vorsorgeuntersuchungen | Ja, inkl. Schwangerschaftsvorsorge | Nein | Ja, inkl. Reisemedizin |
| Schutzimpfungen nach STIKO | Ja, inkl. Malariaprophylaxe | Nein | Ja |
| Krankenhaustagegeld | Nein, stattdessen Innovationsvorsorge-Klausel | 10 Euro/Tag, max. 28 Tage | 10 Euro/Tag, max. 28 Tage |
| Bleaching | Ja | Ja | Nein |
| Beitragsgarantie | Bis Januar 2028 | Nicht erwähnt | Nicht erwähnt |
LKH TeamUpgrade Complete
Complete ist der Allrounder im LKH-Portfolio und gleichzeitig der Tarif, den ASCORE 2025 als “Tarif des Jahres” ausgezeichnet hat. Er deckt das breiteste Leistungsspektrum ab und ist damit für Unternehmen geeignet, deren Belegschaft sowohl Zahnleistungen als auch Vorsorge nutzen möchte.
Was Complete besonders macht, ist die sogenannte Innovationsvorsorge-Klausel nach § 18 der Allgemeinen Versicherungsbedingungen. Sie stellt sicher, dass medizinische Innovationen, die nach Vertragsabschluss auf den Markt kommen, im Leistungsumfang berücksichtigt werden können. Das ist ein Zukunftssicherungselement, das viele Tarife nicht explizit anbieten.
Bereits angeratene oder laufende Behandlungen sind bei der LKH ab Vertragsbeginn versichert. Am Markt ist das keineswegs üblich, viele Anbieter klammern genau diese Fälle in den ersten Monaten aus.
Folgende Leistungsbereiche deckt Complete ab:
- Zahnbehandlung und Zahnersatz inkl. Implantate, Kronen, Inlays und Veneers bis Zahn 8
- Zahnprophylaxe und Bleaching
- Vorsorgeuntersuchungen inkl. Krebsfrüherkennung und Schwangerschaftsvorsorge
- Schutzimpfungen nach STIKO inkl. Malariaprophylaxe und Reisemedizin
- Sehhilfen und LASIK (mit Sublimit, dazu später mehr)
- Arznei- und Verbandmittel nach ärztlicher Verordnung
- Heilmittel wie Physiotherapie, Osteopathie, Logopädie, Ergotherapie
- Hilfsmittel wie orthopädische Einlagen, Bandagen, Hörgeräte
- Naturheilverfahren nach Hufeland-Leistungsverzeichnis
- Präventionskurse nach § 20 SGB V
Nicht enthalten bei Complete: Krankenhaustagegeld. Wer stationären Zusatzschutz möchte, muss auf Smile oder Fit ausweichen oder das Thema separat regeln.
LKH TeamUpgrade Smile
Smile ist der Zahntarif der LKH. Wer eine Belegschaft hat, bei der Zahnleistungen besonders gefragt sind, etwa in Branchen mit älterer Altersstruktur oder hohem Anteil an Fachkräften, für die Zahnersatz ein relevantes Thema ist, findet hier einen fokussierten Tarif.
Smile deckt Zahnbehandlung und Zahnersatz in gleicher Tiefe wie Complete ab, ergänzt um unfallbedingte Kieferorthopädie, die beim Complete-Tarif nicht explizit gelistet ist. Dafür fehlen beim Smile-Tarif Vorsorgeuntersuchungen und Schutzimpfungen. Smile enthält außerdem 10 Euro Krankenhaustagegeld täglich bis maximal 28 Tage.
LKH TeamUpgrade Fit
Fit ist der Vorsorge- und Präventionstarif. Er eignet sich besonders für Unternehmen, die das Thema Gesundheitsprävention in den Vordergrund stellen möchten: Impfungen, Vorsorgeuntersuchungen, Reisemedizin, Präventionskurse. Zahnleistungen über die Basisreinigung hinaus enthält Fit nicht.
Wie Smile bietet auch Fit 10 Euro Krankenhaustagegeld täglich bis zu 28 Tagen. Mit Monatsbeiträgen ab 12,50 Euro ist Fit die günstigste Einstiegsoption im LKH-Portfolio.
Welche Vertragskonditionen gelten bei allen drei LKH-Tarifen?
Unabhängig davon, welchen der drei Tarife Sie wählen, gelten folgende Konditionen für alle LKH-TeamUpgrade-Verträge:

Die Landeskrankenhilfe fällt in Erstgesprächen selten als erster Name. Wer ausschließlich ein Gesundheitsbudget sucht und auf Bausteinlogik verzichten kann, bekommt hier allerdings eine der aufgeräumtesten Lösungen am Markt.

- Kein Mindestalter, kein Höchstalter für versicherte Personen
- Keine Gesundheitsprüfung
- Keine Wartezeiten, laufende Behandlungen sind ab Vertragsbeginn versichert
- Bei unterjährigem Vertragsbeginn steht das volle Jahresbudget zur Verfügung
- Nicht genutztes Budget verfällt zum Jahresende ohne Übertrag
- Beitragsfreistellung bis zu 12 Monate bei Elternzeit, Arbeitsunfähigkeit über 42 Tage, Sabbatical oder Pflegezeit
- Erstattung bis zu den Höchstsätzen nach GOÄ (Ärzte), GOZ (Zahnärzte) und GebüH (Heilpraktiker)
Außerdem erhalten Mitarbeitende bei allen drei Tarifen kostenfrei Zugang zum OnTop-Service. Dazu gehören die 24/7-Gesundheitshotline aus über 30 Fachdisziplinen, Videosprechstunden über den Partner MD Medicus, Arztterminvermittlung bei Fachärzten, der Pflege-Lotse für Pflegegrad-Fragen und Pflegedienstvermittlung sowie bis zu drei vertrauliche Videogespräche mit einem Psychotherapeuten oder Psychologen im Rahmen des Lebenslagen-Coachings. Diese Leistungen sind laut LKH auch für Familienangehörige der Versicherten kostenlos nutzbar.
Kosten: Wie hoch sind die Beiträge der bKV-Tarife der LKH?
Die LKH kalkuliert ihre Beiträge altersunabhängig. Das heißt: Ob Ihr Mitarbeitender 24 oder 54 Jahre alt ist, der Beitrag ist identisch. Das vereinfacht die Administration erheblich, weil Sie mit einem festen Betrag pro Kopf planen können, unabhängig von der Altersstruktur Ihrer Belegschaft.
Ein Hinweis für die Einordnung: Bei Anbietern, die altersabhängig kalkulieren, zahlen jüngere Belegschaften tendenziell weniger. Bei der LKH zahlen alle gleich viel, was bei einer jungen Belegschaft leicht teurer sein kann als bei altersstaffelnden Wettbewerbern, und bei einer älteren Belegschaft entsprechend günstiger.
Tabelle: Monatlicher Beitrag je Mitarbeiter und Budget (Quelle: LKH-Website)
| Jahresbudget | TeamUpgrade Complete | TeamUpgrade Smile | TeamUpgrade Fit |
|---|---|---|---|
| 300 Euro | 13,90 Euro | 13,50 Euro | 12,50 Euro |
| 600 Euro | 22,90 Euro | 21,90 Euro | 18,90 Euro |
| 900 Euro | 30,90 Euro | 29,50 Euro | 23,90 Euro |
| 1.200 Euro | 38,90 Euro | 36,90 Euro | 28,50 Euro |
| 1.500 Euro | 46,90 Euro | 44,90 Euro | 33,50 Euro |
Zur Einordnung im Marktvergleich: Beim 600-Euro-Budget liegt LKH TeamUpgrade Complete mit 22,90 Euro im mittleren Bereich. HanseMerkur BKB 600 liegt bei 17,90 Euro, Hallesche FEELfree 600 bei 19,75 Euro. Die LKH ist also nicht der günstigste Anbieter, bietet dafür laut ASCORE-Rating eine überdurchschnittliche Leistungstiefe.
ASCORE hat den Tarif LKH TeamUpgrade Complete im Jahr 2025 aus rund 300 bewerteten Tarifen als Tarif des Jahres ausgezeichnet.
Beim 900-Euro-Budget zeigt der Marktvergleich eine Bandbreite von 22,60 Euro bis 39,53 Euro monatlich bei anderen Anbietern. LKH Complete liegt mit 30,90 Euro im mittleren Bereich dieser Spanne.
Wichtig für Ihre Budgetplanung ist die Sachbezugsfreigrenze von 50 Euro monatlich pro Mitarbeitendem. Beiträge bis zu dieser Grenze sind steuer- und sozialabgabenfrei. Das bedeutet: Die 1.200-Euro-Stufe bei Complete mit 38,90 Euro und die 1.500-Euro-Stufe mit 46,90 Euro bleiben noch unter dieser Grenze. Beim Fit-Tarif bleibt sogar die höchste Stufe mit 33,50 Euro komfortabel darunter.
Zusätzlich gewährt LKH einen Zuschuss zu einem Gesundheitsevent, zum Beispiel einem Lifestyle-Check mit dem Partner Mavie Work, in Höhe von bis zu 5 Prozent der Jahresprämie, maximal 15 Euro pro Mitarbeiter.
Welche Leistungen sind innerhalb des Jahresbudgets zusätzlich begrenzt?
Ein Punkt, den viele Arbeitgeber beim ersten Lesen übersehen: Innerhalb des Jahresbudgets gibt es für bestimmte Leistungsbereiche Obergrenzen, sogenannte Sublimits. Sie begrenzen, wie viel vom Budget für einzelne Kategorien abgerufen werden kann, unabhängig davon, wie hoch das Gesamtbudget ist.
Tabelle: Sublimits für Sehhilfen/LASIK und Zahnprophylaxe/Bleaching je Budgetstufe (Quelle: LKH Tarifbedingungen)

Eine Beitragsgarantie bis 2028 nehme ich in der Beratung ernst. Sie nimmt der Geschäftsführung genau die Unsicherheit, an der viele Einführungen sonst hängenbleiben.

| Jahresbudget | Sehhilfen/LASIK Sublimit Complete | Zahnprophylaxe/Bleaching Sublimit Complete | Sehhilfen/LASIK Sublimit Smile/Fit | Bleaching Sublimit Smile |
|---|---|---|---|---|
| 300 Euro | 180 Euro | 80 Euro | 200 Euro | 200 Euro |
| 600 Euro | 200 Euro | 100 Euro | 250 Euro | 250 Euro |
| 900 Euro | 220 Euro | 120 Euro | 300 Euro | 300 Euro |
| 1.200 Euro | 240 Euro | 140 Euro | 350 Euro | 350 Euro |
| 1.500 Euro | 260 Euro | 160 Euro | 400 Euro | 400 Euro |
Was das konkret bedeutet: Wenn jemand mit dem 1.500-Euro-Complete-Tarif eine LASIK-Operation durchführen lässt, die 800 Euro kostet, werden nur 260 Euro erstattet. Die restlichen 1.240 Euro des Budgets stehen dann für andere Leistungen zur Verfügung. Wer also besonders auf Sehhilfen oder LASIK setzt, muss diese Grenze im Blick haben.
Wie gut sind die bKV-Tarife der LKH?
Sehr gut für eine bestimmte Gruppe von Unternehmen, weniger passend für andere. Hier ist die Einordnung.
Womit überzeugt die LKH im bKV-Marktvergleich?
Der stärkste Punkt im LKH-Portfolio ist die Leistungstiefe des Complete-Tarifs. ASCORE, ein unabhängiges Analysehaus, hat 2025 aus 300 bewerteten bKV-Tarifen den LKH TeamUpgrade Complete als “Tarif des Jahres” ausgezeichnet. Das ist kein Versprechen der LKH selbst, sondern ein externes Urteil auf Basis eines strukturierten Produktscorings. Ergänzend erhielt der private Krankenvollversicherungstarif LKH-GesundheitsUpgrade Premium 2025 von Stiftung Warentest Finanzen die Note “sehr gut (0,8)” und von ASCORE die Bestnote mit sechs Kompassen, was die grundsätzliche Produktkompetenz des Versicherers unterstreicht.
Die weiteren Stärken im Überblick:
- Beitragsgarantie bis Januar 2028 beim Complete-Tarif: In einem Markt, in dem R+V seine Beiträge zum Januar 2026 um rund 15 Prozent anhob und die Gothaer um bis zu 50 Prozent, gibt das echte Planungssicherheit für HR und Controlling
- Laufende Behandlungen ab Vertragsbeginn versichert: Kein Mitarbeiter mit bereits angeratener Zahnbehandlung muss warten
- Altersunabhängige Beiträge: Ein fixer Betrag pro Kopf, egal ob 24 oder 54 Jahre alt, vereinfacht die monatliche Abrechnung erheblich
- OnTop-Service inklusive: 24/7-Gesundheitshotline, Videosprechstunde, Pflege-Lotse und Psychologengespräche sind für Mitarbeitende und deren Familien kostenlos nutzbar
- Einstieg ab 5 Mitarbeitenden ohne Gesundheitsprüfung: Auch kleinere Unternehmen können sofort starten
Wo stößt die LKH im Vergleich zu anderen Anbietern an ihre Grenzen?
Die LKH hat ein klar begrenztes Portfolio, und das ist bei bestimmten Anforderungen ein echtes Problem. Folgende Punkte sollten Sie vor einer Entscheidung kennen:
- Keine Bausteintarife: Wer eine reine Zahnersatzabsicherung mit festen Erstattungsprozentsätzen sucht, also ohne Budgetlogik, findet das bei der LKH nicht. AXA mit 19 Tarifen, Continentale mit 8 Tarifen oder Barmenia können hier gezielter helfen
- Kein Krankenhaustagegeld im Complete-Tarif: Wer stationären Zusatzschutz als festen Bestandteil des Pakets braucht, muss auf Smile oder Fit ausweichen oder einen anderen Anbieter wählen
- Fehlende Präsenz in großen Marktratings: Im bKV-Kompetenzrating des IVFP (2024) und in Vergleichstabellen des VersicherungsJournals sind Hallesche, Gothaer, Allianz, HanseMerkur, SDK, Nürnberger, Continentale, AXA und ARAG mit Schulnoten gelistet, die LKH nicht. Das macht einen systematischen Jahresvergleich schwerer
- Sublimits bei Sehhilfen: Selbst beim 1.500-Euro-Complete-Tarif werden Sehhilfen und LASIK auf 260 Euro pro Jahr begrenzt. Wer eine kostenintensive LASIK-Operation plant, deckt damit einen kleinen Teil der tatsächlichen Kosten ab
Diese Punkte sind keine grundsätzliche Absage an die LKH, aber sie helfen Ihnen einzuschätzen, ob der Tarif zu Ihrer konkreten Belegschaftssituation passt.
Unsere Erfahrungen: Wie gut schneidet die LKH im bKV-Anbietervergleich ab?
Ich habe mir die LKH in den letzten Monaten sehr genau angeschaut, und meine Einschätzung ist differenziert.
Der Einstieg gelingt ab fünf versicherten Mitarbeitenden, ohne Gesundheitsprüfung und ohne Wartezeit.
Die LKH hat mit TeamUpgrade Complete ein Produkt auf den Markt gebracht, das qualitativ überzeugt. Das ASCORE-Urteil ist kein Zufall, sondern spiegelt eine echte Leistungstiefe wider, die sich sehen lassen kann. Die Beitragsgarantie ist in einem Markt mit teils erheblichen Beitragsanpassungen ein echter Pluspunkt. Und das Konzept, nur drei klare Budgettarife anzubieten, ist einfach zu kommunizieren und für Mitarbeitende leicht zu verstehen.
Auf der anderen Seite ist die LKH ein kleinerer, spezialisierter Anbieter, der noch nicht die Marktdurchdringung und Testhistorie der großen Platzhirsche hat. Wer sich an Allianz, Hallesche oder HanseMerkur orientiert, hat dort mehr Vergleichspunkte, mehr Testsiegel aus verschiedenen Jahren und breitere Portfolios zur Verfügung.
Meine Empfehlung hängt davon ab, was Sie konkret brauchen.
LKH passt gut, wenn Ihr Unternehmen folgende Kriterien erfüllt:
- Sie suchen einen flexiblen Budgettarif, den Mitarbeitende selbst auf ihren Bedarf zuschneiden können
- Beitragsstabilität ist für die mittelfristige Planung wichtig, die Garantie bis 2028 beim Complete-Tarif ist dafür ein handfestes Argument
- Ihre Belegschaft soll ambulante Leistungen breit abgedeckt sehen, von Zahn über Vorsorge bis Heilmittel
- Sie haben mindestens 5 Mitarbeitende und wollen ohne Gesundheitsprüfung und ohne Wartezeiten einsteigen
- Zusatzservices wie Telemedizin, Pflege-Lotse und psychologisches Coaching sollen Teil der Mitarbeiterkommunikation werden
LKH passt weniger gut, wenn Sie folgendes brauchen:
- Bausteintarife ohne Budgetlogik, etwa eine isolierte Zahnstaffel mit 70 Prozent Erstattung oder einen reinen Klinikbaustein
- Eine breite Auswahl an Tarifkombinationen für sehr unterschiedliche Mitarbeitergruppen
- Einen Anbieter, der seit Jahren in unabhängigen Ratings wie dem IVFP mit konkreten Noten belegt ist
Mein Gesamturteil: Die LKH ist kein Geheimtipp mehr, seit ASCORE den Complete-Tarif 2025 ausgezeichnet hat, aber auch noch nicht in jeder Vergleichsliste präsent. Wer bereit ist, über den klassischen Tellerrand von Allianz und HanseMerkur zu schauen, findet bei der LKH ein qualitativ starkes, gut strukturiertes Produkt. Ob es für Ihr Unternehmen die beste Wahl ist, hängt letztlich von Ihrer Belegschaftsstruktur und Ihren Anforderungen ab. Und genau deshalb lohnt sich ein individueller Vergleich.
Wie sich die LKH gegen die übrigen Häuser schlägt, sehen Sie im bKV-Anbietervergleich.








