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Erfahrungen: Wie gut sind die bKV-Tarife des Münchener Vereins?

Münchener Verein zielt auf Handwerk und Mittelstand, auch unter zehn Köpfen.

Patrick Steeger
Geschäftsführer & Versicherungsmakler (§ 34d GewO)
Zuletzt aktualisiert
24. August 2026
Lesezeit
10 Min.
Teamleiter dreht sich am Schreibtisch zu einem Kollegen um und bespricht etwas mit ihm

Der Münchener Verein taucht in bKV-Gesprächen seltener auf als Allianz, HanseMerkur oder DKV. Das liegt nicht an schlechten Produkten, sondern an der klaren Zielgruppenfokussierung: Der Münchener Verein adressiert mit seiner bKV-Linie “GemeinsamGesund” gezielt kleine und mittlere Unternehmen sowie Handwerksbetriebe. Wer für einen Maschinenbaubetrieb mit 12 Mitarbeitenden oder eine Handwerksfirma mit 6 Fachkräften eine passende Lösung sucht, findet hier eine der strukturell klarsten Produktarchitekturen im Markt.

Die bKV des Münchener Vereins besteht aus drei Haupttarifen: GemeinsamGesund Start als günstiger Vorsorge-Einstieg, GemeinsamGesund Budget als flexibler Budgettarif in vier Stufen und GemeinsamGesund Klinik als stationäres Upgrade. Alle drei lassen sich miteinander kombinieren und sind für GKV- und PKV-Versicherte abschließbar.

Das Wichtigste vorab

  • Drei klar strukturierte Tarife, kombinierbar: Start für Vorsorge, Budget für ambulante Leistungen, Klinik für stationären Schutz
  • Keine Gesundheitsprüfung, keine Wartezeiten für alle Tarife
  • Sonderkonditionen für Handwerksbetriebe und IGM-Mitglieder, Einstieg ab 3 Mitarbeitenden möglich
  • ASCORE-Siegel für GemeinsamGesund Budget und GemeinsamGesund Klinik 1-Bett
  • Fortführungsrecht ohne Gesundheitsprüfung bei Ausscheiden des Mitarbeiters

Welche bKV-Tarife können Unternehmen beim Münchener Verein wählen?

Der Münchener Verein hat seine bKV bewusst einfach gehalten. Statt eines umfangreichen Baukasten-Systems mit dutzenden Einzelbausteinen gibt es drei klar definierte Tarife, die je nach Unternehmensgröße und Bedarf kombiniert werden. Das macht die Kommunikation gegenüber Mitarbeitenden erheblich einfacher als bei einem Anbieter wie der DKV mit über 20 Einzelbausteinen.

Die Mindestkollektivgrößen variieren je nach Tarif und Unternehmenstyp. Für Standardunternehmen gilt ab 5 bzw. 10 Mitarbeitenden der Einstieg, für Handwerksbetriebe und IGM-Mitglieder gelten Sonderkonditionen mit Einstieg ab 3 Personen. Das ist im Markt ungewöhnlich und für kleinere Handwerksbetriebe ein echter Vorteil.

Für alle GemeinsamGesund-Tarife gilt:

  • Keine Gesundheitsprüfung, Annahmegarantie auch bei Vorerkrankungen
  • Keine Wartezeiten, sofortiger Versicherungsschutz ab Vertragsbeginn
  • Altersunabhängige Beitragskalkulation für Mitarbeitende zwischen 16 und 70 Jahren
  • Beiträge steuer- und sozialabgabenfrei bis zur 50-Euro-Sachbezugsfreigrenze

GemeinsamGesund Start

Start ist der günstigste Einstieg und konzentriert sich auf Vorsorge und Prävention. Mit 5,90 Euro monatlichem Beitrag ohne Beitragsbefreiung ist er der preiswerteste Baustein im Portfolio. Er richtet sich an Unternehmen, die ihren Mitarbeitenden einen ersten spürbaren Benefit bieten wollen, ohne sofort in die höheren Beitragsstufen zu gehen.

Gut zu wissen

Für Handwerksbetriebe und Mitglieder der IG Metall gelten beim Münchener Verein Sonderkonditionen.

Der Start-Tarif deckt die Grundversorgung ab:

  • Vorsorgeuntersuchungen und Schutzimpfungen: 100 Prozent Erstattung, maximal 100 Euro alle drei Versicherungsjahre
  • Sehhilfen: 100 Prozent Erstattung, maximal 100 Euro alle drei Versicherungsjahre
  • Zahnprophylaxe: 100 Prozent Erstattung, maximal 25 Euro je Versicherungsjahr
  • Präventionskurse: 100 Prozent Erstattung, maximal 25 Euro je Versicherungsjahr

Ehrlich gesagt sind die Sublimits beim Start-Tarif eng. 100 Euro alle drei Jahre für Sehhilfen bedeuten rund 33 Euro jährlich, was bei einer modernen Gleitsichtbrille kaum ins Gewicht fällt. Der Start-Tarif macht als Einstieg Sinn, wenn Budget das primäre Kriterium ist, oder als Ergänzung zu anderen Bausteinen.

Optional lassen sich beim Start-Tarif Ein- oder Zweibettzimmer im Krankenhaus dazubuchen sowie eine Beitragsbefreiung in entgeltfreien Zeiten: bei Arbeitsunfähigkeit, Elternzeit, Pflege eines nahen Angehörigen nach PflegeZG und Sabbatical, jeweils bis zu 36 Monate.

Die Mindestanzahl für den Start-Tarif liegt bei 10 Mitarbeitenden, für Handwerk und IGM ab 3 Mitarbeitenden.

GemeinsamGesund Budget

Budget ist das Herzstück des Portfolios und der Tarif, für den der Münchener Verein das ASCORE-Siegel erhalten hat. Der Arbeitgeber wählt ein Jahresbudget, Mitarbeitende setzen es flexibel in verschiedenen Leistungsbereichen ein.

Vier Budgetstufen stehen zur Wahl: 300, 600, 1.000 und 1.500 Euro. Ein Unterschied zu vielen Wettbewerbern ist die Budgetstufe 1.000 Euro, die SDK und LKH so nicht anbieten. Damit gibt es zwischen 600 und 1.500 Euro eine Zwischenstufe, die steuerlich genau planbar ist.

Patrick Steeger
„

Der Münchener Verein hat sich früh auf kleine Betriebe und das Handwerk festgelegt. Ein Einstieg ab drei Mitarbeitenden öffnet die bKV genau den Unternehmen, die sonst durch das Raster fallen.

Unterschrift Patrick Steeger

Erstattungsfähige Leistungen im Budget-Tarif, jeweils 100 Prozent bis zur Budgethöhe:

  • Zahnbehandlung, Zahnersatz, Zahnprophylaxe, Schmerzlinderung, Kieferorthopädie bei Unfall
  • Vorsorgeuntersuchungen ohne Altersgrenzen oder Zeitabstände
  • Zertifizierte Präventionskurse
  • Schutzimpfungen, Reiseschutzimpfungen, Malariaprophylaxe
  • Naturheilverfahren, Osteopathie, Heilpraktikerleistungen
  • Ärztlich verordnete Arznei-, Verband- und Heilmittel
  • Hilfsmittel allgemein sowie Hörgeräte inkl. Neuanschaffung, Ersatz, Reparatur und Wartung
  • Sehhilfen inkl. Reparatur bis zur Hälfte der Budgethöhe
  • Operative Sehschärfenkorrektur wie LASIK

Ein wichtiger Punkt für die Beratung: Sehhilfen sind im Budget-Tarif auf die Hälfte der gewählten Budgethöhe begrenzt. Beim 600-Euro-Budget bedeutet das maximal 300 Euro für Brillen und Kontaktlinsen. Das reicht für eine normale Einstärkenbrille, für hochwertige Gleitsichtgläser wird es knapper.

Für die Budgetstufen 600 bis 1.500 Euro gilt Einstieg ab 5 Mitarbeitenden, für die 300-Euro-Stufe ab 10 Mitarbeitenden. Handwerk und IGM kommen bei allen Stufen ab 3 Mitarbeitenden rein.

Optional buchbar: Ein- oder Zweibettzimmer und Beitragsbefreiung in entgeltfreien Zeiten nach denselben Regeln wie beim Start-Tarif.

GemeinsamGesund Klinik

Der Klinik-Tarif ist ein stationäres Upgrade, das als Ergänzung zu Start oder Budget abgeschlossen wird. Zwei Varianten stehen zur Wahl.

Gut zu wissen

ASCORE führt für GemeinsamGesund Budget und GemeinsamGesund Klinik 1-Bett ein Siegel.

Klinik 2-Bett für 22,10 Euro monatlich ohne Beitragsbefreiung deckt das Zweibettzimmer ab. Klinik 1-Bett für 29,80 Euro monatlich deckt Ein- oder Zweibettzimmer ab. Beide Varianten enthalten Chefarzt- und Belegarztbehandlung, freie Krankenhauswahl, Erstattung der gesetzlichen Zuzahlung, Transportkosten zum und vom Krankenhaus sowie Rooming-in für Kinder und Erwachsene bei medizinischer Notwendigkeit. Außerdem werden Komfortleistungen wie verbesserte Verpflegung, Telefonanschluss, WLAN, Radio und TV erstattet.

Hier ist eine Einschränkung zu kennen: Für den Klinik-Tarif gilt bei 10 bis 24 Mitarbeitenden, dass schwere Erkrankungen sowie angeratene und laufende Krankenhausbehandlungen ausgeschlossen sind. Erst ab 25 Mitarbeitenden werden Vorerkrankungen und laufende Krankenhausbehandlungen vollständig mitversichert. Das ist eine Staffelung, die im Markt nicht unüblich ist, aber beim Vertragsabschluss bekannt sein muss.

Der Klinik-Tarif ist ab 10 Mitarbeitenden buchbar, für Handwerk und IGM ab 5 Mitarbeitenden. Das ASCORE-Siegel gilt für den Klinik 1-Bett-Tarif.

Welche Vertragskonditionen gelten bei allen GemeinsamGesund-Tarifen?

Alle drei Tarife des Münchener Vereins teilen sich diese Bedingungen:

  • Keine Gesundheitsprüfung, keine Wartezeiten, Annahmegarantie auch bei Vorerkrankungen
  • Start- und Budget-Tarif leisten ab Versicherungsbeginn auch für angeratene oder laufende Behandlungen
  • Beitragsbefreiung optional buchbar: Arbeitsunfähigkeit, Elternzeit, Pflege nach PflegeZG, Sabbatical, jeweils bis zu 36 Monate, Anzeigepflicht innerhalb von 2 Monaten
  • Fortführungsrecht: Bei Ausscheiden kann der Mitarbeiter den Vertrag auf eigene Kosten ohne erneute Gesundheitsprüfung privat weiterführen
  • MV ServiceApp zur digitalen Rechnungseinreichung und Leistungsmitteilung
  • 24/7-Gesundheitshotline, Zweitmeinungsservice, Arztterminservice, Gesundheitsportal mit über 600 Krankheitsbildern und Gesundheitsvideos zu Bewegung, Ergonomie und Schmerzprävention

Kosten: Wie hoch sind die Beiträge der bKV-Tarife beim Münchener Verein?

Der Münchener Verein kalkuliert altersunabhängig für alle Mitarbeitenden zwischen 16 und 70 Jahren. Das vereinfacht die Abrechnung und macht die Kosten gut planbar.

Patrick Steeger
„

Drei Tarife, die aufeinander aufbauen, sind in der Belegschaftskommunikation Gold wert. Wer erklären kann, was Start, Budget und Klinik jeweils leisten, bekommt spürbar höhere Nutzungsquoten.

Unterschrift Patrick Steeger

Tabelle: Monatliche Beiträge Start-Tarif

VarianteMonatsbeitrag
Ohne Beitragsbefreiung5,90 Euro
Mit Beitragsbefreiung6,20 Euro

Tabelle: Monatliche Beiträge Budget-Tarif je Jahresbudget

JahresbudgetOhne BeitragsbefreiungMit Beitragsbefreiung
300 Euro12,30 Euro12,90 Euro
600 Euro20,90 Euro21,90 Euro
1.000 Euro32,90 Euro34,50 Euro
1.500 Euro45,70 Euro48,00 Euro

Tabelle: Monatliche Beiträge Klinik-Tarif

TarifOhne BeitragsbefreiungMit Beitragsbefreiung
Klinik 1-Bett29,80 Euro31,30 Euro
Klinik 2-Bett22,10 Euro23,20 Euro

Im Marktvergleich liegt der Budget-Tarif im mittleren Bereich. Beim 600-Euro-Budget kommt der Münchener Verein auf 20,90 Euro ohne Beitragsbefreiung, die SDK auf 24,74 Euro für das AmbulantBudget, LKH TeamUpgrade Complete auf 22,90 Euro. Der Münchener Verein liegt hier günstiger als beide.

Gut zu wissen

Scheidet ein Mitarbeiter aus, besteht ein Fortführungsrecht ohne erneute Gesundheitsprüfung.

Für die Sachbezugsplanung relevant: Der 1.500-Euro-Budget-Tarif mit Beitragsbefreiung liegt bei 48,00 Euro und bleibt damit unter der 50-Euro-Freigrenze. Wer Budget- und Klinik-Tarif kombiniert, kommt schnell drüber und muss die Versteuerung planen.

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Patrick Steeger im dunklen Sakko sitzt an einem Holztisch und blickt lächelnd in die Kamera

Wie gut sind die bKV-Tarife des Münchener Vereins?

Sehr gut für KMU und Handwerksbetriebe, die eine planbare, gut kommunizierbare Lösung ohne Komplexität suchen. Weniger geeignet für Unternehmen, die maximale Bausteinflexibilität oder sehr hohe Einzelerstattungen brauchen.

Womit überzeugt der Münchener Verein im bKV-Marktvergleich?

Was den Münchener Verein auszeichnet, ist die Kombination aus Produktklarheit und den Sonderkonditionen für Handwerk und Mittelstand. Ein Bauunternehmer mit acht Mitarbeitenden scheitert bei anderen Häusern regelmäßig an der Mindestgrenze von zehn Personen. Über den Handwerks-Zugang des Münchener Vereins kommt der Vertrag trotzdem zustande.

Weitere Pluspunkte kommen hinzu:

  • Sonderkonditionen für Handwerksbetriebe und IGM-Mitglieder: Einstieg ab 3 Mitarbeitenden, deutlich niedriger als bei den meisten Wettbewerbern
  • ASCORE-Siegel für Budget- und Klinik-1-Bett-Tarif: externe Bestätigung der Leistungsqualität
  • Breiter Leistungsumfang im Budget-Tarif: Zahn, Vorsorge, Naturheilverfahren, Sehhilfen, Hilfsmittel, Hörgeräte und LASIK aus einem Topf
  • 1.000-Euro-Budgetstufe als Zwischenstufe: fehlt bei SDK und LKH, gibt Arbeitgebern mehr Flexibilität bei der Sachbezugsplanung
  • Start- und Budget-Tarif leisten sofort auch für angeratene oder laufende Behandlungen
  • Fortführungsrecht ohne Gesundheitsprüfung bei Ausscheiden
  • Umfangreiche Gesundheitsservices: Zweitmeinungsservice, 24/7-Hotline, Arztterminservice, Gesundheitsvideos
  • Günstige Beiträge im Budgetsegment, besonders beim 600-Euro-Budget unter vielen Wettbewerbern

Wo stößt der Münchener Verein im Vergleich zu anderen Anbietern an seine Grenzen?

  • Enge Sublimits im Start-Tarif: 100 Euro alle drei Jahre für Sehhilfen und 25 Euro pro Jahr für Zahnprophylaxe sind für die meisten Mitarbeitenden spürbar begrenzt. Der Start-Tarif taugt als Ergänzung, aber nicht als alleinige Absicherung
  • Klinik-Tarif: Bei 10 bis 24 Mitarbeitenden sind schwere Erkrankungen und laufende Krankenhausbehandlungen ausgeschlossen. Die volle Großkollektiv-Logik greift erst ab 25 Mitarbeitenden
  • Kein eigener Budgettarif mit dezidierten Zahnerstattungssätzen ohne Budgetlogik: Wer eine klassische Zahnstaffel mit festen Prozentsätzen sucht, findet das beim Münchener Verein nicht
  • Sehhilfen auf die Hälfte der Budgethöhe begrenzt: Beim 300-Euro-Budget also maximal 150 Euro für Brillen und Kontaktlinsen, was bei hochwertigen Gläsern eng wird
  • Kein explizit kommuniziertes Rating zur Beitragsstabilität: Anders als SDK mit Assekurata “A+” oder die DKV mit Fitch “AA” findet sich beim Münchener Verein kein öffentlich beworbenes vergleichbares Unternehmensrating

Unsere Erfahrungen: Wie gut schneidet der Münchener Verein im bKV-Anbietervergleich ab?

Anbieterwertung im bKV-Vergleich23 Anbieter, 284 geprüfte Tarife
1Allianz60 Tarife9,0
1LKH5 Tarife9,0
1R+V10 Tarife9,0
1VRK3 Tarife9,0
5Gothaer26 Tarife8,7
6Hallesche20 Tarife8,5
6HanseMerkur24 Tarife8,5
6Münchener Vereindieser Beitrag4 Tarife8,5
6Signal Iduna15 Tarife8,5
10AXA15 Tarife8,0
10Continentale14 Tarife8,0
10VGH2 Tarife8,0
13DKV4 Tarife7,5
13ottonova5 Tarife7,5
15Nürnberger16 Tarife7,1
16UKV3 Tarife7,0
16VKB Bayern3 Tarife7,0
18ARAG10 Tarife6,8
19Württembergische10 Tarife6,7
20Barmenia16 Tarife6,5
20Generali5 Tarife6,5
22Debeka5 Tarife5,5
23SDK9 Tarife4,7
Punkte von 0 bis 10 aus unserer eigenen Bewertung von Leistung, Beitrag, Flexibilität und Anbieterstabilität. Der Münchener Verein liegt mit 8,5 Punkten auf Rang 6 von 23. Alle Kriterien im bKV-Anbietervergleich.

Der Münchener Verein ist kein Anbieter, den ich für jedes Unternehmen empfehle. Aber für eine klar umrissene Zielgruppe ist er schwer zu schlagen.

Handwerksbetriebe, kleinere Produktionsunternehmen und Mittelständler mit 3 bis 50 Mitarbeitenden finden hier eine Kombination, die sonst so nicht existiert: niedrige Mindestkollektivgröße, transparente Beiträge, ASCORE-geprüfte Tarife und ein Servicepaket, das weit über die reine Kostenerstattung hinausgeht. Das Zweitmeinungsservice allein ist ein Argument, das in Mitarbeitergesprächen gut ankommt.

Was mich bei der LKH die Beitragsgarantie überzeugt und bei der SDK die Finanzstärke über Assekurata, ist beim Münchener Verein die Zugangslösung für Handwerk und Mittelstand. Andere Anbieter verlangen 5 oder 10 Mitarbeitende pauschal, der Münchener Verein ermöglicht den Einstieg in bestimmten Branchen bereits ab 3 Personen.

Meine Empfehlung

Zum Münchener Verein rate ich Ihnen unter diesen Voraussetzungen:

  • Sie sind ein KMU oder Handwerksbetrieb mit 3 bis 50 Mitarbeitenden und suchen eine planbare, einfach kommunizierbare Lösung
  • Sie haben weniger als 10 Mitarbeitende und wollen trotzdem einsteigen, über den Handwerks- oder IGM-Zugang
  • Ein stationäres Upgrade mit Chefarzt und Komfortzimmer soll Teil des Pakets sein
  • Sie wollen Vor- und Nachsorge, Naturheilkunde, Hörgeräte und LASIK in einem flexiblen Budget abdecken
  • Gesundheitsservices wie Zweitmeinungsservice und 24/7-Hotline sollen Teil der Mitarbeiterkommunikation werden

Bei diesen Anforderungen stößt der Münchener Verein an Grenzen:

  • Klassische Zahnstaffeltarife mit festen Erstattungsprozentsätzen ohne Budgetlogik
  • Ein extern belegtes Unternehmensrating zur Beitragsstabilität vergleichbar mit Assekurata oder Fitch
  • Sehr hohe Sehhilfenerstattung ohne Halbbegrenzung auf die Budgethöhe
  • Uneingeschränkter Klinikschutz für alle Vorerkrankungen bereits ab 10 Mitarbeitenden

Mein Gesamturteil: Der Münchener Verein liefert eine der klarsten und am besten kommunizierbaren bKV-Lösungen für kleine und mittlere Unternehmen. Wer die richtige Zielgruppe mitbringt, findet hier Tarife mit echter Substanz, ASCORE-Siegel, umfangreichem Servicepaket und einem der günstigsten Einstiegspunkte im Budgetsegment. Für Handwerksbetriebe mit kleinen Kollektiven gibt es am Markt kaum eine bessere Alternative.

Wie sich der Münchener Verein gegen größere Häuser behauptet, zeigt der bKV-Anbietervergleich.

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Häufige Fragen

Wie wird die Beitragsbefreiung bei einer längeren Elternzeit oder Arbeitsunfähigkeit umgesetzt?
Wenn Sie die optionale Beitragsbefreiung vereinbart haben, ruht die Beitragspflicht in entgeltfreien Zeiten wie Elternzeit, Arbeitsunfähigkeit, Sabbatical oder Angehörigenpflege bis zu 36 Monate lang. Sie müssen das Eintreten dieses Ereignisses innerhalb einer Frist von zwei Monaten anzeigen. Der Versicherungsschutz für Ihre Beschäftigten bleibt während dieser Freistellung uneingeschränkt bestehen.
Was geschieht mit dem Versicherungsschutz, wenn eine versicherte Person Ihr Unternehmen verlässt?
Scheidet eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter aus dem Betrieb aus, greift das vertragliche Fortführungsrecht. Die ausscheidende Person kann den Versicherungsschutz privat auf eigene Kosten weiterführen. Dabei entfällt eine erneute Gesundheitsprüfung vollständig, sodass der bisherige Leistungsumfang ohne Lücke erhalten bleibt.
Inwiefern sind Vorerkrankungen bei kleineren Teams im stationären Klinik-Tarif abgesichert?
Bei Kollektiven von 10 bis 24 versicherten Personen sind schwere Vorerkrankungen sowie bereits angeratene oder laufende Krankenhausbehandlungen vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Erst ab einer Gruppengröße von 25 Beschäftigten entfällt diese Einschränkung vollständig. In den Tarifen Start und Budget greift der Schutz dagegen von Beginn an für angeratene und laufende Behandlungen.
Können Beschäftigte den Höchstbetrag für Sehhilfen im Budget-Tarif in voller Budgethöhe ausschöpfen?
Im Tarif GemeinsamGesund Budget steht für Sehhilfen maximal die Hälfte des gewählten Jahresbudgets zur Verfügung. Bei einem vereinbarten Budget von 600 Euro können Ihre Mitarbeitenden somit bis zu 300 Euro für Brillen, Gläser oder Kontaktlinsen einreichen. Der restliche Betrag des Jahresbudgets bleibt für andere ambulante Leistungsbereiche wie Zahnbehandlungen oder Naturheilverfahren nutzbar.
Wie wirkt sich die Kombination aus Budget- und Klinik-Tarif auf die Sachbezugsfreigrenze aus?
Der Budget-Tarif mit 1.500 Euro Jahresbudget bleibt inklusive Beitragsbefreiung mit 48,00 Euro Monatsbeitrag unter der Sachbezugsfreigrenze von 50 Euro. Buchen Sie zusätzlich den Klinik-Tarif hinzu, übersteigen die monatlichen Gesamtkosten diesen Freibetrag. In diesem Fall müssen Sie die anfallenden Beiträge steuerlich und sozialabgabenrechtlich über die Lohnabrechnung einplanen.
Porträt von Patrick Steeger, Versicherungsmakler für betriebliche Krankenversicherung
Über den Autor
Patrick Steeger
Geschäftsführer & Versicherungsmakler (§ 34d GewO)

Patrick Steeger ist BDSF-zertifizierter Sachverständiger für die betriebliche Krankenversicherung, Versicherungsmakler (§ 34d GewO) und Geschäftsführer der bKV Firmenservice in Hamburg. Seit 2015 ist er auf die bKV spezialisiert und begleitet Unternehmen ungebunden und anbieterübergreifend. Seine Vergütung tragen die Versicherer, für Unternehmen entstehen keine Zusatzkosten.

BDSF-zertifizierter Sachverständiger für bKV (Bundesverband Deutscher Sachverständiger und Fachgutachter)
Geschäftsführer der bKV Firmenservice (Brandbenefits GmbH, Hamburg)
Betriebswirt (FH Osnabrück) mit Schwerpunkt Personal und Finanzen
Über 12 Jahre Markterfahrung, seit 2015 auf die bKV spezialisiert
Über 250 ungebunden geprüfte Tarifkombinationen
Fachautor zu bKV-Themen, unter anderem für business-wissen.de
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