Die Continentale gehört zu den Anbietern, denen man im deutschen bKV-Markt begegnet, sobald man tiefer in das Thema einsteigt. Platz drei der von Maklern präferierten bKV-Anbieter laut Asscompact-Trendumfrage von Mai 2026, hinter Allianz und Hallescher. Spitzenrating bei Finanzstabilität. Höchstes verfügbares Jahresbudget im Markt.
Was die Continentale strukturell auszeichnet: Drei eigenständige Tariflinien, die sich frei kombinieren lassen. Choose für ambulante und zahnärztliche Leistungen, Save für stationären Schutz und Smile als reiner Zahntarif. Dazu seit November 2025 ein neuer Zusatzbaustein namens Tarif Plus. Insgesamt umfasst das ConCEPT-System 20 Tarifausführungen, buchbar ab 10 Mitarbeitenden.
Das Wichtigste vorab
- Drei Tariflinien mit 20 Tarifausführungen, alle reine Budgettarife
- Höchstes verfügbares Jahresbudget im deutschen Markt: bis zu 1.600 Euro (Choose More/Max), erweiterbar auf bis zu 2.400 Euro durch Budget-Bonus nach fünf leistungsfreien Jahren
- Choose Max ohne Sublimits, das heißt kein Deckel auf Sehhilfen, Zahnprophylaxe oder andere Einzelleistungen
- Arbeitsunfallschutz mit Extra-Budget: Bei anerkanntem Arbeitsunfall mit stationärem Aufenthalt steht das volle Jahresbudget zusätzlich für zwei Kalenderjahre zur Verfügung
- Pflege-Leistungspauschale von 6.000 Euro im Tarif Plus, ein Feature das im bKV-Markt bislang selten vorkommt
- Franke & Bornberg Stabilitätsrating 2026: Platz 1 mit 85,5 Prozent, vor LV1871, Allianz und Debeka
- Mindestkollektiv 10 Mitarbeitende, etwas höher als einige Wettbewerber
Welche bKV-Tarife können Unternehmen bei der Continentale wählen?
Die Continentale denkt ihre bKV in drei eigenständigen Linien, die jeweils eine andere Absicherungsdimension abdecken. Choose richtet sich auf den ambulanten und zahnärztlichen Alltag, Save gibt Mitarbeitenden Privatpatienten-Status im Krankenhaus und Smile konzentriert sich ausschließlich auf Zahnleistungen.
Für alle ConCEPT-Tarife gilt:
- Keine Gesundheitsprüfung, keine Wartezeiten
- Vorerkrankungen sind unter bestimmten Voraussetzungen je Tariflinie abgesichert
- Altersunabhängige Beiträge für alle versicherten Mitarbeitenden zwischen 16 und 70 Jahren
- Beitragsbefreiung optional buchbar: Arbeitsunfähigkeit, Elternzeit, Familienpflegezeit und Sabbatical bis zu 36 Monate je Grund, mit vollem Leistungserhalt
- Ordentliche Kündigung einzelner Versicherungsverhältnisse durch den Versicherer ausgeschlossen
- Beitragsanpassungen nur bei mehr als 10 Prozent Abweichung zwischen kalkulierten und tatsächlichen Leistungsausgaben, und nur mit Treuhänder-Zustimmung
- Fortsetzungsrecht zu Einzelversicherungskonditionen bei Ausscheiden aus dem Kollektivvertrag
Tariflinie Choose: Ambulant und Zahn in drei Stufen
Choose ist die Kernlinie im ConCEPT-System und bietet drei Stufen mit jeweils fünf wählbaren Jahresbudgets.
Choose Basis ist der Einstieg. Er deckt Heilpraktikerleistungen, Sehhilfen (bis 200 Euro je zwei Kalenderjahre), fünf definierte GOÄ-Vorsorgeuntersuchungen, Zahnbehandlung und Zahnersatz inklusive Implantate sowie eine stationäre Pauschale von 150 Euro ab fünf Krankenhaustagen ab. Schutzimpfungen, Arznei- und Verbandmittel sowie Heil- und Hilfsmittel sind nicht enthalten.
Choose More erweitert das Leistungsspektrum erheblich. Ab dieser Stufe kommen Schutzimpfungen inklusive Reise- und Malariaprophylaxe, Arznei- und Verbandmittel, Heil- und Hilfsmittel, alle GOÄ-Vorsorgeuntersuchungen inklusive Schwangerschaftsvorsorge, Naturheilverfahren auch durch Ärzte sowie Schmerz- und angstlindernde Maßnahmen beim Zahnarzt dazu. Sehhilfen steigen auf bis zu 250 Euro pro Jahr, Zahnprophylaxe auf bis zu 250 Euro pro Kalenderjahr.
Choose Max entfernt alle Sublimits. Sehhilfen werden zu 100 Prozent erstattet, Zahnprophylaxe ebenfalls zu 100 Prozent ohne Jahresdeckelung. Das ist der einzige Tarif im ConCEPT-System ohne Erstattungsobergrenzen bei den gekennzeichneten Leistungen.
Tabelle: Leistungsunterschiede Choose nach Stufe
| Leistung | Choose | Choose More | Choose Max |
|---|---|---|---|
| Heilpraktiker / Naturheilverfahren | 100 % (nur Heilpraktiker) | 100 % inkl. Ärzte, Osteopathie | 100 % inkl. Ärzte, Osteopathie |
| Arznei- und Verbandmittel | Nur im Heilpraktikerrahmen | 100 % | 100 % |
| Heil- und Hilfsmittel | Nicht enthalten | 100 % | 100 % |
| Sehhilfen / LASIK | Max. 200 Euro je 2 Jahre | Max. 250 Euro/Jahr | 100 %, kein Sublimit |
| Vorsorgeuntersuchungen | 5 definierte GOÄ-Untersuchungen | Alle GOÄ-Vorsorge | Alle GOÄ-Vorsorge |
| Schutzimpfungen inkl. Reise/Malaria | Nicht enthalten | 100 % | 100 % |
| Zahnprophylaxe / PZR / Bleaching | Max. 75 Euro/Jahr | Max. 250 Euro/Jahr | 100 %, kein Sublimit |
| Zahnbehandlung / Zahnersatz / Implantate | 100 % | 100 % | 100 % |
| Kieferorthopädie | Nur unfallbedingt | Nur unfallbedingt | Nur unfallbedingt |
| Schmerz- / Angstlindernde Maßnahmen | Nicht enthalten | 100 % | 100 % |
| Stationäre Pauschale (ab 5 Tage) | 150 Euro | 150 Euro | 150 Euro |
Der Basis-Choose ist ehrlich gesagt ein eingeschränktes Produkt. Wer wirklich eine bKV mit Tiefe will, landet schnell bei Choose More oder Choose Max.
Budget-Bonus: Wie wächst das Budget bei Leistungsfreiheit?
Bleibt ein Mitarbeiter ein volles Kalenderjahr ohne Leistungsabruf, wächst sein Budget im Folgejahr um 10 Prozent des Grundbudgets. Das wiederholt sich jedes leistungsfreie Jahr bis zu einem Maximum von 50 Prozent nach fünf Jahren.
Der Einstieg beginnt bei 10 Mitarbeitenden. LKH und SDK nehmen Sie ab 5 auf, der Münchener Verein ab 3. Für kleinere Betriebe scheidet die Continentale damit aus.
Ein Beispiel: Beim Choose Max 1600 steigt das Budget bei konsequenter Nichtnutzung von 1.600 Euro auf bis zu 2.400 Euro. Sobald wieder Leistungen eingereicht werden, startet das Budget im darauffolgenden Jahr neu auf dem ursprünglichen Grundbudget.
Dieser Mechanismus gilt auch für den Tarif Plus mit seinem 600-Euro-Zusatzbudget, das auf bis zu 900 Euro wachsen kann.
Tarif Plus: Der neue On-Top-Baustein seit November 2025
Tarif Plus ist ausschließlich in Kombination mit einem Choose-Tarif buchbar und bringt ein separates Budget von 600 Euro pro Jahr mit, das nicht auf das Choose-Budget angerechnet wird.
Tarif Plus bringt eigene Leistungen mit:
- Präventionskurse nach § 20 SGB V zu 100 Prozent bei mindestens 80 Prozent Kursteilnahme
- Fahrkosten, Haushaltshilfe und ambulante Reha- sowie Mutter-Vater-Kind-Kuren je 10 Euro pro Tag, maximal 250 Euro jährlich
- Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) zu 100 Prozent
- Pflege-Leistungspauschale: 6.000 Euro einmalig bei eigener Pflegebedürftigkeit ab Pflegegrad 2, oder mehrfach zahlbar bei Pflege naher Angehöriger
- 75 Prozent Erstattung auf verbleibende Zahnersatzkosten außerhalb des Choose-Budgets
Die 6.000-Euro-Pflegepauschale ist ein Feature, das im deutschen bKV-Markt bislang kaum zu finden ist. Wer Mitarbeitenden auch für den Pflegefall Absicherung anbieten möchte, findet das hier in einem bKV-Kontext.
Tariflinie Save: Privatpatient im Krankenhaus
Save gibt GKV-versicherten Mitarbeitenden den Status eines Privatpatienten im Krankenhaus. Drei Varianten stehen zur Wahl.

Drei Tariflinien klingen nach Freiheit, verlangen aber eine saubere Beratung. Wer sich die Zeit nimmt, bekommt dafür eine Tiefe, die kaum ein anderer Anbieter im Markt liefert.

Save U ist die günstigste Variante und leistet ausschließlich bei Unfällen. Sie kostet 2,80 Euro monatlich obligatorisch und ist als Einstieg für Unternehmen gedacht, die stationären Schutz anbieten wollen, ohne hohe Beiträge zu zahlen.
Save bietet Zweibettzimmer und privatärztliche Behandlung bei allen Erkrankungen und Unfällen. Dazu kommt Rooming-in für Begleitpersonen bei Kindern unter 16 Jahren, freie Krankenhauswahl, Anschlussrehabilitation, Krankentransporte bis 250 Euro pro Jahr und eine Leistungspauschale von 150 bis 300 Euro je nach Aufenthaltsdauer. Das Ersatz-Krankenhaustagegeld bei Verzicht auf Wahlleistungen beträgt bis zu 70 Euro täglich.
Save More ist der umfassendste stationäre Schutz. Zusätzlich zu Save kommt das Einbettzimmer, ein Familienzimmer bei Entbindung und ein Ersatz-Krankenhaustagegeld von bis zu 90 Euro täglich bei Wahlleistungsverzicht.
Tabelle: Leistungen Tariflinie Save
| Leistung | Save U (nur Unfall) | Save | Save More |
|---|---|---|---|
| Zimmer | Ein-/Zweibettzimmer | Zweibettzimmer | Ein-/Zweibettzimmer, Familienzimmer |
| Privatärztliche Behandlung | 100 % | 100 % | 100 % |
| Ambulante OP inkl. Vor-/Nachuntersuchung | Ja | Ja | Ja |
| Anschlussrehabilitation | Ja | Ja | Ja |
| Freie Krankenhauswahl | 100 % | 100 % | 100 % |
| Rooming-in (Kinder unter 16 Jahren) | Ja | Ja | Ja |
| Krankentransporte | Max. 250 Euro/Jahr | Max. 250 Euro/Jahr | Max. 250 Euro/Jahr |
| Leistungspauschale pro Aufenthalt | 150–300 Euro | 150–300 Euro | 150–300 Euro |
| Ersatz-KHT bei Wahlleistungsverzicht | 50 Euro/Tag | Bis 70 Euro/Tag | Bis 90 Euro/Tag |
| Auslandsschutz | KHT bei stationärem Aufenthalt, 50 Euro/Tag | In Europa, 3 Monate | In Europa, 3 Monate |
Hinweis: Save U kann nur in Kombination mit anderen ConCEPT-Tarifen bestehen.
Tariflinie Smile: Reiner Zahntarif in sechs Budgetstufen
Smile ist ausschließlich für Zahnleistungen konzipiert und bietet zwei Varianten. Smile kommt in drei Budgetstufen (750, 1.500 und 3.000 Euro), Smile More in drei weiteren (1.000, 2.500 und 5.000 Euro).
Bleibt jemand ein Kalenderjahr ohne Leistungsabruf, wächst sein Budget um 10 Prozent. Nach fünf leistungsfreien Jahren sind daraus bis zu 50 Prozent geworden, beim Choose Max 1600 also 2.400 Euro.
Beide Varianten erstatten Zahnprophylaxe, PZR und Bleaching zu 100 Prozent (bis 200 Euro jährlich) sowie Zahnersatz zu 75 Prozent der verbleibenden Kosten nach GKV-Vorleistung. Smile More erstattet zusätzlich Schmerz- und angstlindernde Maßnahmen wie Analgo-Sedierung und Lachgas zu 100 Prozent sowie Kieferorthopädie für Kinder bis 18 Jahre pro Versicherungsfall bis zu 500, 1.000 oder 1.500 Euro je nach Budgetstufe.
Implantate ohne Begrenzung der Anzahl je Kiefer sind bei beiden Varianten enthalten. Auch das Smile-Budget wächst bei Leistungsfreiheit um 10 Prozent jährlich bis maximal 50 Prozent.
Assistance-Leistungen: Was bekommen alle ConCEPT-Versicherten kostenfrei?
Diese Services bekommt Ihr Team in jedem Tarif kostenlos:
- 24/7-Gesundheitsservice und Notfall-Hotline für medizinische Fragen und Auslandsnotfälle
- Videoberatung von 8 bis 22 Uhr mit über 80 Ärzten aus verschiedenen Fachrichtungen
- Facharztterminservice mit dem Ziel, Termine innerhalb von 48 Stunden zu vermitteln
- Mentale-Gesundheit-Programm: Selbsttests sowie bis zu drei kostenlose Gespräche mit Psychologen oder Psychotherapeuten pro Jahr
- Pflege-Assistance: Beratung zu Pflegeleistungen, Vermittlung von Pflegediensten, Heimplatzsuche
- Kundenportal ConCORP für Arbeitgeber und Mitarbeitende
- Continentale GesundheitsAPP zur Einreichung von Leistungsbelegen per Smartphone
Welche Vertragskonditionen gelten bei allen ConCEPT-Tarifen?
Für jeden ConCEPT-Vertrag gelten dieselben Bedingungen:
- Keine Gesundheitsprüfung, keine Wartezeiten
- Einstieg ab 10 Mitarbeitenden
- Altersunabhängige Beiträge zwischen 16 und 70 Jahren
- Beitragsbefreiung optional: bis zu 36 Monate je Grund bei AU, Elternzeit, Pflegezeit und Sabbatical
- Beitragsanpassungen nur mit Treuhänder-Zustimmung und bei mehr als 10 Prozent Abweichung
- Ordentliche Kündigung einzelner Versicherungsverhältnisse durch den Versicherer ausgeschlossen
- Fortsetzungsrecht zu Einzelversicherungskonditionen bei Ausscheiden
- Mitarbeitende erhalten beim Abschluss eine individuelle bKV-Microsite zur Information
Kosten: Wie hoch sind die Beiträge der bKV-Tarife der Continentale?
Die Beiträge sind altersunabhängig für alle Mitarbeitenden zwischen 16 und 70 Jahren identisch. Die folgenden Tabellen zeigen die obligatorischen Beiträge, also arbeitgeberfinanziert.
Tabelle: Monatsbeiträge Tariflinie Choose pro Mitarbeiter
| Tarif | Ohne BB-BF | Mit Beitragsbefreiung |
|---|---|---|
| Choose 400 | 13,80 Euro | 14,49 Euro |
| Choose 600 | – | 17,75 Euro |
| Choose 800 | 22,10 Euro | 23,21 Euro |
| Choose 1200 | 27,60 Euro | 28,98 Euro |
| Choose More 400 | 15,20 Euro | 15,96 Euro |
| Choose More 600 | – | 22,47 Euro |
| Choose More 800 | 25,90 Euro | 27,20 Euro |
| Choose More 1200 | 34,20 Euro | 35,91 Euro |
| Choose More 1600 | 40,30 Euro | 42,32 Euro |
| Choose Max 400 | 16,30 Euro | 17,12 Euro |
| Choose Max 600 | – | 28,46 Euro |
| Choose Max 800 | 30,90 Euro | 32,45 Euro |
| Choose Max 1200 | 42,20 Euro | 44,31 Euro |
| Choose Max 1600 | 49,50 Euro | 51,98 Euro |
Obligatorisch, 16 bis 70 Jahre
Tabelle: Monatsbeiträge Tariflinie Save pro Mitarbeiter
| Tarif | Ohne BB-BF | Mit Beitragsbefreiung |
|---|---|---|
| Save U | 2,80 Euro | 2,94 Euro |
| Save | 20,90 Euro | 21,95 Euro |
| Save More | 27,40 Euro | 28,77 Euro |
Obligatorisch, 16 bis 70 Jahre
Tabelle: Monatsbeiträge Tariflinie Smile pro Mitarbeiter
| Tarif | Ohne BB-BF | Mit Beitragsbefreiung |
|---|---|---|
| Smile 750 | 11,90 Euro | 12,50 Euro |
| Smile 1500 | 14,90 Euro | 15,65 Euro |
| Smile 3000 | 16,90 Euro | 17,75 Euro |
| Smile More 1000 | 18,70 Euro | 19,64 Euro |
| Smile More 2500 | 25,40 Euro | 26,67 Euro |
| Smile More 5000 | 28,20 Euro | 29,61 Euro |
Obligatorisch, 16 bis 70 Jahre
Tabelle: Monatsbeiträge Tarif Plus pro Mitarbeiter
| Kombinationstitel | Beispiel Choose 400+ | Beispiel Choose 600+ | Beispiel Choose 800+ | Beispiel Choose 1200+ |
|---|---|---|---|---|
| Obligatorisch | 28,60 Euro | 31,70 Euro | 36,90 Euro | 42,40 Euro |
| Mit Beitragsbefreiung | 30,03 Euro | 33,29 Euro | 38,75 Euro | 44,52 Euro |
Obligatorisch, 16 bis 70 Jahre, nur in Kombination mit Choose
Im Marktvergleich liegt Choose 600 mit 17,75 Euro im günstigen Bereich. AXA FlexMed easy Plus kommt auf 19,33 Euro, Allianz MeinGesundheitsBudget auf 21,90 Euro. Die vergleichbare Choose More 600 liegt mit 22,47 Euro im Mittelfeld. Wer maximale Leistungstiefe sucht, nimmt Choose Max 1600 mit 49,50 Euro, das ist das höchste obligatorische Standardangebot im deutschen bKV-Markt.
Für die Sachbezugsplanung relevant: Choose Max 1200 liegt mit 42,20 Euro noch unter der 50-Euro-Freigrenze. Choose Max 1600 übersteigt sie mit 49,50 Euro knapp nicht. Wird jedoch die Beitragsbefreiung eingeschlossen, steigen alle Beiträge leicht an.
Wie gut sind die bKV-Tarife der Continentale?
Sehr gut, besonders für Unternehmen, die gezielt kombinieren wollen. Das Drei-Linien-System erlaubt eine Differenzierung, die mit einem einzigen Budgettarif nicht möglich ist.
Womit überzeugt die Continentale im bKV-Marktvergleich?
Wer die Continentale verstehen will, muss zwei Dinge zusammenbringen: die Tarifarchitektur und die Finanzstabilität. Kein anderer Anbieter bietet ein ähnlich granulares Drei-Linien-System mit dieser Beitragsgarantie-Logik. Und wenige können das Franke-&-Bornberg-Stabilitätsrating von Platz 1 mit 85,5 Prozent vorweisen. Das sind keine Marketing-Aussagen, sondern extern geprüfte Fakten.

Beim Budget-Bonus schaue ich genau hin. Er belohnt die Mitarbeitenden, die ihr Budget nicht abrufen, und das sind selten die, für die Sie die bKV eingeführt haben.

Im Marktvergleich punktet die Continentale an mehreren Stellen:
- Höchstes Jahresbudget im Markt: Bis zu 1.600 Euro obligatorisch, durch Budget-Bonus auf bis zu 2.400 Euro erweiterbar
- Choose Max ohne Sublimits: Sehhilfen, LASIK, Zahnprophylaxe, alle zu 100 Prozent ohne Jahresobergrenzen
- Extra-Budget bei Arbeitsunfall: Choose Max liefert bei anerkanntem Unfall mit stationärem Aufenthalt das volle Jahresbudget zusätzlich für zwei Kalenderjahre, ohne dass ein bereits erreichter Budget-Bonus verloren geht
- Pflege-Leistungspauschale von 6.000 Euro im Tarif Plus: Am bKV-Markt selten in dieser Form, mehrfach zahlbar bei Pflege naher Angehöriger
- Drei separat buchbare Tariflinien: Choose, Save und Smile lassen sich für verschiedene Mitarbeitergruppen unterschiedlich konfigurieren
- Franke & Bornberg Stabilitätsrating 2026, Platz 1: 85,5 Prozent, besser als LV1871, Allianz und Debeka
- Platz 3 im Maklermarkt laut Asscompact 2026: Hinter Allianz und Hallescher, vor allen anderen
- Beitragsanpassungsschutz durch Treuhänder-Pflicht: Anpassungen nur mit unabhängiger Genehmigung
- Budget-Bonus-Mechanismus für alle Linien: Jährlich 10 Prozent mehr bei Leistungsfreiheit, bis zu 50 Prozent nach fünf Jahren
Wo stößt die Continentale im Vergleich zu anderen Anbietern an ihre Grenzen?
Die Stärken des Systems sind deutlich. Aber es gibt Punkte, die in der Beratung klar angesprochen werden müssen.
Der Choose-Basis-Tarif ist eingeschränkt. Er enthält weder Schutzimpfungen noch Arznei- und Verbandmittel noch Heil- und Hilfsmittel. Wer das Vollbild einer ambulanten Absicherung will, braucht mindestens Choose More. Das ist kein Fehler des Tarifs, aber es ist ein Punkt, den Arbeitgeber kennen müssen, bevor sie aus Kostengründen zum Einstiegstarif greifen.
Das Mindestkollektiv liegt bei 10 Mitarbeitenden. LKH und SDK steigen ab 5 Mitarbeitenden ein, der Münchener Verein sogar ab 3. Für kleinere Unternehmen scheidet die Continentale damit aus.
Kieferorthopädie erstattet die Continentale in allen Choose-Stufen nur nach einem Unfall. Betriebe mit vielen jungen Familien sollten das vorab klären.
Weitere Grenzen kommen dazu:
- Einstiegspreis ist nicht der günstigste im Markt: Choose 400 beginnt bei 13,80 Euro, andere Anbieter starten ab 9,90 Euro
- Kieferorthopädie nur unfallbedingt in allen Choose-Stufen: Wer KFO für Kinder präventiv abdecken will, braucht Smile More
- Kombinations-Komplexität: Drei Linien mit je mehreren Stufen und Tarif Plus ergeben viele Kombinationsmöglichkeiten, die für Arbeitgeber ohne Beratung schwer zu durchdringen sind
- Save U nur in Kombination mit anderen ConCEPT-Tarifen buchbar
Unsere Erfahrungen: Wie gut schneidet die Continentale im bKV-Anbietervergleich ab?
Ich empfehle die Continentale besonders für Unternehmen, die differenzieren wollen. Wer für die Verwaltung eine andere Absicherung als für die Produktion vorsehen möchte, oder wer für Führungskräfte stationären Premiumschutz und für die übrige Belegschaft ambulantes Budget kombinieren will, findet beim ConCEPT-System die nötige Gestaltungsfreiheit.
Das Finanzstabilitätsrating überzeugt mich. Platz 1 bei Franke & Bornberg ist kein Zufall, und für langfristige Kollektivverträge ist die finanzielle Stärke des Versicherers kein Nebenpunkt. In Kombination mit der Treuhänder-Pflicht bei Beitragsanpassungen ist das ein echtes Argument für Planungssicherheit.
Was mich beim Choose-Basis-Tarif zurückhält, ist der eingeschränkte Leistungsumfang. Wer beim Einstiegspreis bleibt, bekommt eine bKV, die für viele Alltagsbedarfe nicht leistet. Das ist ehrlich kommuniziert, aber Arbeitgeber sollten das wissen, bevor sie den günstigsten Tarif wählen.
Meine Empfehlung
Zur Continentale rate ich Ihnen, wenn das auf Ihr Unternehmen zutrifft:
- Sie haben mindestens 10 Mitarbeitende und wollen differenzierte Schutzniveaus für verschiedene Gruppen
- Maximale Budgethöhe und sublimitfreie Erstattung bei Sehhilfen und Zahnprophylaxe sind relevant
- Stationärer Schutz soll über eine eigene Tariflinie separat gesteuert werden
- Die Pflege-Leistungspauschale ist für Ihre Belegschaft ein kommunizierbares Argument
- Finanzstabilität des Versicherers hat bei einem langfristigen Vertrag für Sie hohe Priorität
- Sie wollen den Budget-Bonus-Mechanismus als Anreiz für gesundheitsbewusstes Verhalten nutzen
Von ConCEPT rate ich ab, wenn Sie eines davon brauchen:
- Einstieg unter 10 Mitarbeitenden
- Den günstigsten verfügbaren Einstiegsbeitrag am Markt
- Kieferorthopädie für Kinder auch ohne Unfallzusammenhang über Choose abgedeckt
- Ein schlankes Portfolio mit wenigen Tarifen, das sich ohne Beratungsaufwand selbst erklären lässt
Mein Gesamturteil: Die Continentale ist einer der stärksten Anbieter im deutschen bKV-Markt, wenn man die Kombination aus Budgethöhe, Sublimitfreiheit, Finanzstabilität und Drei-Linien-Architektur betrachtet. Der Einstiegspreis ist nicht der niedrigste, und die Produktkomplexität verlangt eine gute Beratung. Wer beides in Kauf nimmt, bekommt ein außergewöhnlich tiefes Paket.
Wie sich die Continentale gegen die übrigen Häuser schlägt, sehen Sie im bKV-Anbietervergleich, die Tarife im Einzelnen stehen im Anbieterprofil der Continentale.








